Bläservielharmonie Hambach lässt Filmgeschichte aufleben

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Eine Zeitreise in die Filmgeschichte: Die Bläservielharmonie Hambach präsentierte auf ihrem Herbstkonzert „Filmmusik“. Foto: Mira Otto

Jülich. „Wenn man alles bedenkt, bleibt nur eins: Die Musik. Und die ist gut“, philosophierte Johannes Urban, der Oboe und Englischhorn spielte und die Zuschauer mit Witz und Verstand durch das Programm des diesjährigen Herbstkonzerts der Bläservielharmonie Hambach führte. Diesmal wurden Werke der Filmgeschichte zum Leben erweckt.

Denn unter dem Titel „Filmmusik“ konnten die Zuhörer Medleys (Musikzusammenstellungen) zu Filmen wie „Star Wars“ und „Der Soldat James Ryan“ bis hin zu „Pocahontas“ lauschen.

Dieses Jahr neu: Lotta Saahko spielte anlässlich des Konzertes Filmausschnitte und Dias auf einer Leinwand hinter dem Orchester ab. Somit wurde die Musik für das Publikum veranschaulicht und jedes Musikstück anschaulich seinem Film zugeordnet.

Auf nach Hogwarts

Glamouröser Auftakt war der Titel „Hollywood!“ von Warren Barker, bevor Johannes Urban über „Gleis 9¾“ nach Hogwarts führte. Dirigent Willi Markewitsch hob seinen Taktstock, und schon war Harry Potter mit seiner Eule Hedwig zu sehen und raste mit seinem Nimbus2000 dahin.

Als das Klappern von Hufen durch das Schlagwerk imitiert wurde, schaute auch schon Henry Fonda aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ auf die Zuschauer herab und „Moment for Morricone“ von Ennio Morricone setzte ein.

Vom Italo-Western wechselte das gesamte Orchester in die Neuzeit und zu „Bond...James Bond“ von Stephen Bulla und erntete nach dem Ende des Liedes tosenden Applaus.

Doch damit war mit dem Repertoire des Bläservielharmonie Hambach noch nicht Schluss.

Kurz vor der Pause probierte es das Orchester mit ein bisschen Gemütlichkeit und „Jungle Book“ von Robert B. Sherman, Richard M. Sherman und Terry Gilkyson, wobei der Rhythmus des Orchesters zum Kochen gebracht wurde. Während die Elefanten auf der Leinwand durch den Dschungel wankten probierten es einige Mitglieder des Orchesters mit Sprechgesang und bildeten mit einem wiederholtem „One, two, three, four“ den Marsch der Elefanten ab.

Nach der Pause übernahm Anna Christina Kleinlosen die musikalische Leitung und löste Willi Markewitsch ab.

Nachdem der Titel „The Magnificent Seven“ (zu Deutsch „Die glorreichen Sieben“) von Elmer Bernstein erfolgreich über die Bühne gebracht worden war, bekundete Johannes Urban: „Bei unserem nächsten Titel wird es um Tim und Struppi gehen. Tim konnte durch eine List eine Hinrichtung durch die Inkas umgehen, und das werden sie jetzt hören.“ Versöhnliche Musik schwang in triumphale um, und der Siegeszug von Tim und Struppi wurde gefeiert, während die beiden auf der Leinwand in ihren Abendteuern dargestellt wurden.

Um die Abwechslung noch zu erhöhen, wurde bei dieser musikalischen Veranschaulichung, „Tintin – Prisoner of the Sun“ arrangiert von Dirk Brossé zusätzlich zu den Bläsern und dem Schlagwerk noch ein Flügel eingesetzt, der nach dem Titel wieder geschlossen wurde.

Nach einem Debüt zu dem Film „Der Soldat James Ryan“ mit „Hymn to the Fallen“ von John Williams, bei dem teilweise historisch echte Bilder auf der Leinwand gezeigt wurden, erfüllte beschwingte Musik den Raum und das Orchester spielte die „Mary Poppins Selection“ inszeniert von Robert B. Sherman und Richard M. Sherman.

Den letzten Punkt des Programms bidete das sentimentale Arrangement „Band of Brothers“ dar.

Doch bevor der Abend endete, bot das Orchester als krönenden Abschluss Ausschnitte der Filmmusik von dem Disneymeisterwerk „Pocahontas“ dar und unter tosendem Beifall verließ das Orchester die Bühne.

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