Bläservielharmonie geht wieder auf Verbrecherjagd

Von: Daniela Mengel-Driefert
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Auf Verbrecherjagd: Der Workshop „Blasorchester im Big Band Rausch" unter Leitung von Martin Schädlich aus der Dirigentenperspektive. Foto: Mengel-Driefert

Jülich. One, one-two, one-two-three – Martin Schädlich, Leiter des Blasorchesters, gibt den Takt vor. Schwungvoll ertönen die ersten Klänge der Miss Marple Titelmelodie. Während Posaunen, Hörner, Klarinetten und Trompeten geblasen werden, setzt das Kopfkino mit der schrulligen Ermittlerin ein.

Der 10. Workshop der Bläservielharmonie widmet sich in diesem Jahr thematisch den Melodien der bekanntesten Krimi- und Westernserien. Der Titel der viertägigen Veranstaltung lautet „Blasorchester im Big Band Rausch auf Verbrecherjagd“ und ist der Auswahl der Musikstücke geschuldet. Das Workshop-Orchester spielt Filmmusiken aus Tatort und Derrick, Kojak, Miss Marple oder James Bond. Die Proben erfolgen in den Räumen der Musikschule Jülich.

David Kunzendorf, 21 Jahre alt, nimmt zum achten Mal am Sommerworkshop teil. Seit elf Jahren spielt er Baritonsaxophon und sagt: „Es macht mir einfach Spaß, von Martin dirigiert zu werden.“ Der Kurs startet mit einer Tutti-Probe, einem ersten Durchlauf, erklärt Frank Holland, der für die Organisation verantwortlich zeichnet. „Nachmittags gehen wir in die Satzproben.“ Schädlich unterteilt das Orchester dazu in tiefes Blech, hohes Holz und Schlagwerk, jede Gruppe übt mit einem Satzdozenten die schwierigen Stellen.

Das Blasorchester ist altersgemischt, die jüngste Teilnehmerin ist zehn Jahre, der älteste, Manfred Tetzlaff, ist 78 Jahre alt und kommt aus Stolberg. Warum er den Workshop schätzt? „Ich will etwas modernes lernen, mit jungen Menschen zusammen sein und mir die Langeweile vertreiben“, sagt er.

Ursprünglich war der Sommerkurs für Jugendliche ausgerichtet, dann kamen immer mehr Erwachsene dazu, das Angebot hat sich schließlich zu einer Mehrgenerationenveranstaltung entwickelt. Gesponsert wird der Kurs vom Kreis Düren. Einige Kursteilnehmer nahmen mehrmals teil, andere sind neu.

Das ist ausdrücklich gewünscht, pflichtet Schädlich bei. „Wir haben ein offenes Angebot.“ Jeder Teilnehmer muss allerdings sein Instrument technisch beherrschen und in der Lage sein, einem langen Probentag in geistiger Frische zu folgen. Orchestererfahrung sei nicht notwendig, so Holland, der darauf hinweist, dass sich das Orchester der Bläservielharmonie Hambach über Nachwuchs freut und der Sommerkurs das Interesse daran wecken soll.

Mit 49 Workshop-Teilnehmern freut sich Schädlich in diesem Jahr über einen besonders großen Klangkörper. Das Abschlusskonzert beginnt am Freitag, 19. August, um 17 Uhr im Brückenkopf-Park. Schädlich verspricht packende, fesselnde und spannende musikalische Momente.

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