Bis zu 700 Arbeitsplätze sollen durch das neue Gewerbegebiet entstehen

Von: jan
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Start frei für das Gewerbegebiet Grachtweg: Lars Kulik (v.l.), Rudi Bertram, Ulrich Schuster und Alois Herbst haben am Montag den Erschließungsvertrag unterschrieben. Foto: Guido Jansen

Inden. Drei Verträge, vier Unterzeichner; macht zwölf Unterschriften. Die haben Indens Bürgermeister Ulrich Schuster, sein Eschweiler Kollege Rudi Bertram sowie Lars Kulik und Alois Herbst von RWE Power jetzt geleistet und damit offiziell das interkommunale Gewerbegebiet Grachtweg geschaffen.

Die Fläche zwischen dem Kraftwerk Weisweiler und dem Solarpark gehört dem Energieversorger. In Zusammenarbeit mit Eschweiler und Inden soll sie vermarktet werden.

„Denkbar ist, dass hier 500 bis 700 Arbeitsplätze entstehen“, sagte Alois Herbst und beruft sich damit auf Durchschnittswerte für Gewerbeflächen in dieser Größe und dieser Lage. Wann das so weit ist, konnte keiner der Unterzeichner sagen. Schon im kommenden Jahr könnten die ersten Gebäude hochgezogen werden – wenn alles schnell geht. „Wenn ein Unternehmen loslegen will.

Eilig haben es die drei Partner aber nicht um jeden Preis. „Wir müssen vielleicht auch ein bisschen Geduld haben“, sagte Schuster. „Landesweit gibt es nicht mehr viele dieser hochwertigen Industrieflächen. Wenn die Flächen am Grachtweg jetzt nicht schnell weggehen, dann ist das nicht unbedingt ein Problem.“ Denn die drei Vermarkter wollen auch wählerisch sein, was die Neuansiedlungen angeht. „Wir wollen keine Unternehmen, die große Hallen bauen, die aber wenig Mitarbeiter haben“, sagte Bertram.

Die Bürgermeister haben vor allem das Thema Strukturwandel, also das Schaffen von Arbeitsplätzen nach dem Auskohlen der Tagebaue, im Blickpunkt. „Da müssen nicht nur Arbeitsplätze im hoch qualifizierten Bereich entstehen. Hauptsache, da kommt Leben rein“, fügte Bertram hinzu. Schuster bezeichnete das gemeinsame Gewerbegebiet als Indeland-Projekt, das die beiden Kommunen und RWE schon lange im Blick gehabt hätten. Zudem merkte er an, dass vielerorts von interkommunalen Lösungen gesprochen werde. „Wir haben das gemacht“, stellte der Indener Bürgermeister die mit der Unterschrift final geschehene Tat in den Vordergrund.

28.000 Quadratmeter

Konkret ist geplant, dass RWE Power das Gewerbegebiet erschließt. Rund vier Millionen Euro soll es kosten, die 30.000 Quadratmeter mit Straßen, Kanälen, Energie und Internet zu versorgen. Wenn das geschehen ist, dann bleiben laut Herbst rund 28.000 Quadratmeter übrig, die vermarktet werden können.

Die Projektpartner äußerten sich optimistisch, dass die Vermarktung des neuen Gewerbegebietes gut gelingt. Die Lage mit unmittelbarer Autobahnanbindung und einer schnell herstellbaren Bahnanbindung sei günstig. Zudem erwähnte Kulik die Nähe zu führenden Forschungseinrichtungen wie der RWTH in Aachen oder dem Jülicher Forschungszentrum. „Und natürlich können wir auch die Nähe zum Kraftwerk nutzen“, fügte Herbst hinzu. Einen großen Stromanschluss könnte man von dort aus „fast so schnell über den Zaun werfen“, zudem hätten Unternehmen, die für ihre Arbeit Prozesswärme brauchen, den Lieferanten direkt vor dem Firmentor.

Bertram und Schuster sagten zudem, dass in beiden Kommunen Platz sei für die Menschen, die mit dem Gewerbegebiet Grachtweg neu in die Region kommen. Eschweiler und Inden hätten zuletzt immer wieder neue Baugebiete ausgewiesen, nach denen es eine große Nachfrage gegeben habe, ohne das die Stadt und die Gemeinde viel Werbung dafür gemacht hätten.

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