Bis Ende August ist der Schleidener Stollen verfüllt

Von: gep
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Laut Gutachter besteht eine „latente Einsturzgefahr“ des Schleidener Luftschutzstollens : Nach den letzten Regenfällen sind jetzt auch erste Schäden an den Wohnhäusern selbst wie dieser Riss aufgetreten. Foto: gep
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Laut Gutachter besteht eine „latente Einsturzgefahr“ des Schleidener Luftschutzstollens : Nach den letzten Regenfällen sind jetzt auch erste Schäden an den Wohnhäusern selbst wie dieser Riss aufgetreten. Foto: gep

Aldenhoven. Bis Ende August soll der einbrechende Luftschutzstollen in Schleiden mit Beton verfüllt werden. Das ist ein Ergebnis des Runden Tisches im Aldenhovener Rathaus, nachdem Landrat Wolfgang Spelthahn das Verfahren an sich gezogen hatte.

Danach ist der Kreis als Bauaufsichtsbehörde jetzt zuständig. Er tritt auch in Vorleistung für die Kosten der Verfüllung in Höhe von 80.000 bis 100.000 Euro. Zuvor hatte der Kreis bereits die Kosten der Gutachter übernommen.

Nach Einschätzung des Dipl.-Geologen Harald von Reis gibt es derzeit keine unmittelbare Gefährdung der Lage- und Standsicherheit der Häuser. Das Risiko eines Nachsturzes im Bereich des Stollens sei aber, so der Experte, latent gegeben, so dass Handlungsbedarf bestehe.

Der Stollen erstreckt sich über insgesamt sechs bebaute Grundstücke. Auf zwei Grundstücken sind bislang zwei große Erdbrüche aufgetreten. Auch diese metertiefen Trichter sollen fachmännisch bis Ende August verfüllt werden. Nach Spelthahns Angaben ist bereits ein Ingenieurbüro mit diesen Arbeiten beauftragt worden.

Der Landrat versprach, „dass bei den Anwohnern kein Cent hängen bleiben soll“. Er betonte aber gleichzeitig, dass dies lediglich eine vorläufige Kostenübernahme darstelle und keine Anerkennung einer Rechtspflicht beinhalte. Anschließend werde der Kreis die juristische Aufarbeitung vorantreiben und den oder die Verursacher ermitteln, die letztendlich für den Schaden aufkommen müssen. „Die jetzige Entscheidung des Kreises Düren und der Gemeinde Aldenhoven haben wir zum Wohle der Bürger getroffen“, betonte Bürgermeister Lothar Tertel.

Dagegen sieht der Anwalt der Anwohner, Markus Mingers, noch erhebliche Unklarheiten, was die Finanzierung insgesamt betreffe. Die Gemeinde müsse ihre „Amtshaftung“ anerkennen und damit die Regulierung des Haftpflichtsschadens durch den Gemeindeversicherungsverband zu ermöglichen. Der Kreis ist aber laut Landrat noch mit der juristischen Aufarbeitung beschäftigt, um zu klären, wer letztendlich für den Schaden aufkommen wird.

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