Bio-Station: Obst in Linnich gepresst

Von: Kr.
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Je reifer die Äpfel, desto besser ist der Saft: Die Obstpresse in Linnich im Einsatz. 100 Kilogramm Äpfel ergeben etwa 60 bis 70 Liter Saft, der in Kunststoffschläuchen abgefüllt wird. Foto: Kròl

Linnich. Das Interesse daran, Apfelsaft aus eigenen Äpfeln im Haus zu haben, wird immer größer. Hinzu kommt noch, dass in diesem Jahr die Obsternte besonders reichlich ausfiel. So konnte Klaus Flaskamp, der in der Region die Termine für die Obstpresse koordiniert, sich vor Anmeldungen kaum retten. Alleine an dem Tag, an dem Klaus Schulte von der Sauerland Obst GbR mit seiner mobilen Obstpresse im Linnicher Bauhof Station machte, lagen 32 Anmeldungen vor. Damit war auch das Ende der Fahnenstange erreicht.

Flaskamps Mitarbeiter Willi Schieferdecker sowie die beiden Helfer Eva Moll und Tobias Bersch, die ihr freiwilliges ökologisches Jahr in der Biologischen Station Dürenabsolvieren, hatten wirklich alle Hände voll zu tun.

Mehrere Tonnen Äpfel verarbeiten sie an einem Tag. Das Obst wird zerstückelt, gepresst, pasteurisiert und in Kunststoffschläuche abgefüllt. Verschlossen hält sich der Saft den ganzen Winter über; angebrochen sollte er innerhalb von drei Wochen verbraucht werden.

Viele Obstbaumbesitzer schwören mittlerweile auf ihren eigenen Saft. Er sei in keiner Weise mit Saft aus dem Regal zu vergleichen, sagen sie. Und Äpfel sind gesund. Gerade alte Sorten haben die höchsten Anteile an Polyphenolen und bioaktiven Substanzen.

Die Biologische Station bietet daher wieder eine Sammelbestellung für hochstämmige Obstbäume an. Ab sofort können Interessierte bis zum 18. Oktober alte Obstbaumsorten für 20 Euro das Stück bestellen. Die Sortenliste ist unter www.neuenfels.com zu sehen. Die Auslieferung der Bäume erfolgt Anfang November wahlweise nach Nideggen oder Linnich. Informationen gibt es unter Telefon 02427/ 94987-0 und-33 sowie info@biostation-dueren.de.

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