Bildungsgefälle: In Jülich hat jeder Dritte das Abitur oder Fachabitur

Von: gep
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Nordkreis. In Aldenhoven hat nur jeder Fünfte (20,2 Prozent) Abitur oder Fachabitur, während in Jülich jeder Dritte (32,5 Prozent) über diesen Bildungsstand verfügt.

Das ergibt sich aus dem Zenus 2011, wie die Landesstatistiker von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Düsseldorf, am Freitag berichteten. Mit 32,5 Prozent liegt die Forschungs- und Fachhochstadt mit drei Gymnasien und vier Oberstufen über dem Landesdurchschnitt von 30,7 Prozent. In Linnich hat jeder Vierte (25,6 Prozent) diesen höchsten allgemeinbildenden Schulabschluss.

Für die beiden kleinen Gemeinden Titz und Inden liegen keine Zahlen vor. Denn bei Kommunen, deren Einwohnerzahl Ende 2009 unter 10.000 lag, konnten, so IT.NRW, aus methodischen Gründen (zu geringer Stichprobenumfang bei der Haushaltebefragung) nicht alle beim Zensus erhobenen Merkmale ausgewertet werden.

Zugleich weist Aldenhoven mit 1170 Einwohnern – das ist jeder zehnte – im Kreis den zweithöchsten Anteil an Menschen ohne einen Schulabschluss vor, nur in der Stadt Düren ist dieser Anteil mit 12,4 Prozent höher. Der nordrhein-westfälische Durchschnittswert liegt bei 8,7 Prozent.

Unter dieser Marke liegt Jülich mit 7,6 Prozent und – sehr deutlich – Linnich mit 5,9 Prozent. Dies ist der zweitniedrigste Wert im Kreis nach Langerwehe mit nur 5,6 Prozent.

Auch beim Haupt- bzw. Volksschulabschluss zeigt sich im Nordkreis ein deutliches Bildungsgefälle. Jeder zweite Aldenhovener (48,4 Prozent) hat diesen niedrrigsten allgemeinbildenden Abschluss, das ist der höchste Wert im Kreis. In Jülich ist es nur jeder Dritte (35,8 Prozent). In Linnich sind es 44,8 Prozent.

Die hohen Werte für Aldenhoven und Linnich verweisen auf einen – neben dem Bildungsangebot vor Ort und der sozialen Herkunft (der Eltern) – weiteren wichtigen Einflussfaktor: das Qualifizierungsniveau der angebotenen Arbeitsplätze und somit die örtliche Branchenstruktur.

Keine großen örtlichen Unterschiede gibt es dagegen bei der mittleren Reife oder einem gleichwertigen Abschluss. In Aldenhoven haben 21,4 Prozent diese schuliche Qualifikation, in Jülich 24,1 Prozent und in Linnich 23,7 Prozent. Kreiswert sind es 24,4 Prozent, in ganz NRW 23,3 Prozent. Aber auch hier ist Aldenhoven, das mit Linnich eine Gesamtschule im Sommer 2014 errichten will, mit deutlichem Abstand das Schlusslicht im Kreis.

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