„Big Bandits“: Konzert im ausverkauften Kulturbahnhof

Von: mio
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Mit der Unterstützung von Matthias Strucken (Vibraphon) und Sabine Kühlich (Gesang) traten die „Big Bandits“ im KuBa auf. Foto: Mira Otto

Jülich. Mit ihren jazzigen Interpretationen verschiedener Genres brachten die „Big Bandits“ ihre Musik in der voll besetzten Halle des Kulturbahnhofs (KuBa) zu Gehör. Unterstrichen wurden die Arrangements hierbei von der preisgekrönten Stimme Sabine Kühlichs und dem Vibraphonisten Matthias Strucken. Im Verlaufe des Konzerts wurde eine Offenbarung Kühlichs zur Überraschung der Zuschauer.

20 Musiker mit unterschiedlichsten Instrumenten von Flügelhorn bis zur E-Bassgitarre auf einer extra erweiterten Bühne und vielseitige, jazzige Interpretationen von Klassikern wie Peter Herbolzheimers „Mixulydian Highlander“ bis hin zu einem Cover von „Everything In Its Right Place“ der Rockgruppe Radiohead: Das ist das Programm „Sounds of Today II“ unter der musikalischen Leitung von Werner Hüsgen.

„So viele Tonkünstler auf einer Bühne, eine Big Band, ist Teamwork mit hervorstechenden Solisten. Die größte Anstrengung ist es, alle Instrumente passend zueinander richtig in Szene zu setzen“, erklärte die Stimme des Abends, Sabine Kühlich, zu dem Ensemble.

Durchzogen wurde der Abend von Soloeinschüben aus den Reihen der Jazzmusiker. Darunter beispielsweise auch Semmel Sembritzki auf dem Baritonsaxophon oder Lizzi Bacher auf dem Alt-Saxophon zu einer Astor-Piazolla-Interpretation von „Oblivion“.

Nach einigen Titeln betrat Sabine Kühlich zu „Libertango“ die Empore und tanzte leichtfüßig durch die Tonleitern, wobei sie von samtig-tiefen Tönen spielend in die höchsten Oktaven wechselte. Reinhold Wagner, der Vorsitzende des Jazzclubs Jülich, schwärmte: „Natürlich hört man, dass Kühlich eine studierte Musikerin ist. Aber sie hat von Natur aus dieses Feeling für Jazz. Das ist viel wichtiger.“

Darüber hinaus sorgte die Sängerin für eine Überraschung, als sie nach der Pause erneut die Bühne betrat. „Wir spielen heute das letzte Konzert dieses Programms“, platzte es ihr heraus. „Ob wir ein erneutes Projekt starten werden, steht noch in den Sternen“, sagte der musikalische Leiter Werner Hüsgen leicht überrumpelt.

„Ich finde das Konzert klasse“, sagte der Besucher Manfred Michulitz: „Im Prinzip kennt meine Generation älteren Swing, aber auch diese modernere Jazzmusik finde ich sehr ansprechend.“

Auch das Jazzclub-Mitglied Ursula Lesaar war begeistert und sagte: „Die Komplexität des Konzertes und das schwierige Repertoire wird von den Musikern kompetent gemeistert.“

„Wir hatten an diesem Abend zu wenig Stühle und ein durch Profis verstärktes Konzert auf hohem Niveau. Das erfreut“, zog Reinhold Wagner sein Fazit.

Vor der Veranstaltung hatte der Jazzclub seine Mitgliederversammlung abgehalten und einen „neuen Vorstand mit alten Gesichtern“ gewählt, wie es Reinhold Wagner beschrieb. Dieser übernimmt erneut das Amt des ersten Vorsitzenden und Kassierers. Als Stellvertreter steht ihm Les Webb zur Seite. Zum Schriftführer wurde Gerhard Schröder gewählt, und Beisitzer sind Uschy Oedekoven, Albert Schuy sowie Klaus Dieter George.

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