Big Band spielt sich in wahren Rausch

Von: ptj
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Blasorchester im Big Band-Raus
Blasorchester im Big Band-Rausch: Nach einer Ferienmusikwoche der Bläservielharmonie Hambach legt ein 36-köpfiger Klangkörper ein tolles Konzert auf die Bühnenbretter im Brückenkopf-Park. Foto: Jagodzinska

Jülich. Ein donnernd beklatschtes „Blasorchesterkonzert im Big Band Rausch” ist das beeindruckende Ergebnis von vier Tagen „knochenharter Arbeit in der Musikschule” gewesen.

Workshopleiter und Dirigent Martin Schädlich war es gelungen, in dieser kurzen Zeit mit viel Spaß aus „vielen Musikern einen tollen Klangkörper zu bilden”, wie Dr. Frank Holland, Vorsitzender des Musikkorps Hambach, es auf den Punkt brachte.

Drei „hochkarätige Satzdozenten” hatten dem Musikpädagogen Schädlich zur Seite gestanden: Trompeter Klaus Luft, der selbst im Konzert mitspielte, Johannes Meures und Anna Christina Kleinlosen, Dirigentin der veranstaltenden Bläservielharmonie Hambach. Als finanzielle Förderer hatten sich bei der vierten Auflage erneut Sparkasse und Kreis Düren hervorgetan.

Kinofanfare gibt das Thema vor

Mit dem weltbekannten Synonym für großes Kino, der „20th century fox fanfare” von Alfred Newman im Arrangement von Johannes Meures entführte das Workshop-Orchester aus 36 bunt zusammengewürfelten Musikern ab zwölf Jahren nach Hollywood. Filmmusik hatte das Ensemble als Schwerpunkt gewählt, ohne jedoch die Big-Band-Literatur zu vergessen. Große und beeindruckende, teilweise schwermütige Klänge folgten im zweiten Teil der Fantasy-Trilogie „Herr der Ringe”: „Die zwei Türme”.

Dann war wieder Zeit zum Entspannen: „Time to relax” von Manfred Schneider. Die Idee zur Auswahl des Stückes war in den Workshop-Mittagspausen im Tennisheim vonBlau-Weiß Jülich entstanden. Ein Medley aus der „John Barry Selectie” brachte durch langsame Rhythmen und eingängige Melodien Ruhe und Ästhetik unter das Zeltdach der Hauptbühne im Brückenkopf-Park.

Dann wurde „Der Herr der Ringe” wieder aufgegriffen, diesmal die verschiedenen Stationen der „Gefährten” im ersten Teil. „Mac Arthur Park” von Jimmy Webb folgte mit seinen einfühlsamen Tönen eines Liebesgedichts, das trotz der Entwicklung in eine Art Klagelied nicht an Schönheit verliert.

„Dixie-Combo” dreht auf

Den mit Abstand meisten Applaus erntete „Dixieland Bash”, dessen diverse Spirituals aus dem Wechsel zwischen dem Klarinetten-, Trompeten- und Posaunenspiel einer professionellen dreiköpfigen „Dixie Combo” und dem „Tutti besetzten Orchester” lebten. Zurück zur Big-Band-Musik, aber zum lateinamerikanischen Genre, ging es mit „Frenesi” (Wahnsinn) aus der Feder des mexikanischen Komponisten Alberto Dominguez.

Auf einen „traumhaften Rumba” folgte ein „zackiger Cha Cha Cha”, zu dem allerdings niemand aus dem zahlreich erschienenen Publikum auf ausdrückliche Einladung Schädlichs das Tanzbein schwingen wollte. Der einzige, aber ausdrucksstarke Schlagzeuger wurde hier von einem zweiten Percussionisten unterstützt. Mit der „Selection from Grease” aus dem Kultmusical von Warren Casey und Jim Jacobs wollte Schädlich gleichzeitig zur Ferienmusikwoche im nächsten Jahr überleiten, die an den Broadway entführen will.

Das dazugehörige Konzert ist für Freitag, 10. August 2012 geplant. Der letzte Part dieses „leider schon letzten Stücks” wurde als zweite, ungeplante Zugabe wiederholt. Als erste Zugabe interpretierte das Workshop-Orchester mehr als überzeugend die Blues Brothers.
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