Bierbörse bietet Vorgeschmack auf den Besuch des Oktoberfestes

Von: hfs.
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Trotz des Regenwetters ließen es sich laut Veranstalter rund 8000 Besucher nicht nehmen, der 2. Jülicher Bierbörse auf dem Schlossplatz einen Besuch abzustatten. Foto: hfs.

Jülich. Es ist und bleibt eine Freiluftveranstaltung, die Jülicher Bierbörse, die nun zum zweiten Mal auf dem Schlossplatz Station machte. Als solche ist sie denn auch auf das Wetter angewiesen. Und dieses spielte diesmal nicht so mit wie zur Premiere im Vorjahr.

Doch, und dies vorweg geschickt, der Veranstalter und die Beschicker waren zufrieden, werden im kommenden Jahr wieder am ersten Wochenende im September ihre Zapfhähne öffnen.

„Bedingt durch das doch schlechte und kalte Wetter hatten wir rund 25 Prozent weniger Besucher. Aber dennoch haben rund 8000 Gäste den Umsatz gebracht, den man sich als Beschicker und als Organisator verspricht“, sagte Andreas Born, der im Vorjahr nach eigenen Worten „das Wagnis einging, sich in Jülich mit einer Bierbörse zu präsentieren“. Es ging im Vorjahr auf, und auch bei der Neuauflage. Zu der hatte er sich das Wetter aus dem Vorjahr erhofft. Was aber nicht eintrat, denn schon der offizielle Bieranstich musste etwas nach hinten verschoben werden, weil es mehr als goss.

„Und unser Bier soll doch nicht schon vor dem Verzehr verwässert werden“, meinte Axel Teegen, der vor fast 30 Jahren die Idee, Bierbörsen in Deutschland zu veranstalten, in die Tat umsetzte und allgemein bei seinen Kollegen nur als „Bürgermeister“ betitelt wird. Mit einem echten, dem Jülicher Bürgermeister Heinrich Stommel, hatte er es dann beim Fassanstich zu tun.

Assistiert von Tamara Teissen, der Veranstaltungsfrau der Börse, brauchte Stommel nur zwei kleine Schläge. Dann saß der Zapfhahn im Spundloch, es konnte angestoßen werden. „Ich hatte mich schon darauf gefreut, einmal ein Fass Klosterbier anschlagen zu dürfen“, sagte Stommel in Anbetracht der Tatsache, dass die offizielle Eröffnung am Stand des Andechser Klosterbiers stattfand, er aber stattdessen Bier aus der Domstadt Köln zapfen musste.

Eine der letzten Amtshandlungen

Es war sozusagen eine der letzten offiziellen Amtshandlungen des Jülicher Bürgermeisters, dessen letzter Arbeitstag der 20. Oktober sein wird. Stommel verabschiedete sich von der Börse mit dem Wunsch für die Beschicker auf „gute Geschäfte und auf besseres Wetter im kommenden Jahr“.

Dass die 3. Bierbörse wieder am ersten Wochenende im September stattfinden wird, steht fest. „Bei unserer Manöverkritik gab es den Wunsch aller, wieder nach Jülich zu kommen“, bestätigte Andreas Born, teilte dies auch schon Ordnungsamtsleiter Hans Pinell mit. Auch der zeigte sich überrascht davon, dass so viele Besucher freitags und samstags auf dem Schlossplatz weilten. „Es gab bei uns keinerlei Beschwerden, unser Bereitschaftsdienst ist nicht in Anspruch genommen worden.“

Auf der Unfallhilfestation, die an allen drei Tagen vor Ort war – betrieben von den Dürener Johannitern – waren sechs bis acht Helfer und Helferinnen auf dem Schlossplatz im Einsatz, einschließlich eines Rettungswagens, der zwei Personen ins Krankenhaus bringen musste. Wegen Kreislaufverzagens, was aber nicht auf erhöhten Alkoholkonsums zurückzuführen war. Zudem wurden mehrere Menschen vor Ort mit kleineren Schnittverletzungen versorgt.

Kulinarisches Angebot

Erneut war es das vielfältige kulinarische Angebot, das die Besucher zu schätzen wussten. Und, soweit sie männlichen Geschlechts waren, die neuartigen Pissoire, die hinter aufgestellten Planwänden in einem Teilbereich des Schlossplatzes aufgebaut worden waren. „Die haben sich total bewährt, im kommenden Jahr wird es noch eine zweite Ecke geben“, verriet der Jülicher Ordnungsamtschef bereits jetzt. Da es noch zusätzlich den im Vorjahr vom Veranstalter versprochenen zweiten großen Toilettenwagen gab, brauchten auch die Frauen keine Anstellzeiten hinnehmen. „Es lief alles perfekt“, zog Andreas Born auch diesbezüglich ein positives Fazit.

Dass die der Braukunst gewidmete Veranstaltung – über 400 Biersorten waren im Angebot – auf Besuchergunst gestoßen ist, vermittelte besonders der Samstagabend, als Alt und Jung angesichts des Regens dicht gedrängt an den Bierständen standen und der eine oder andere schon jetzt an die bevorstehenden hiesigen Oktoberfeste dachte. Oder aber wie der in Bayern geborene und seit vielen Jahrzehnten schon in der Herzogstadt wohnende Endfünfziger Rüdiger meinte. „Unsere Jülicher Bierbörse war der richtige Vorgeschmack auf die Münchner Wiesn.“

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