Bierbörse auf dem Schlossplatz: Von „Scheuer Abt“ bis Löwenbräu

Von: hfs.
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Tamara Theissen und Andreas Born sind gespannt, wie die 3. Bierbörse in Jülich besucht wird. Aus Erfahrung wissen beide, dass der Besuch der dritten Veranstaltung ein Wegweiser zum weiteren Fortbestand ist. Foto: hfs.

Jülich. Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage! Wörtlich bemühte Andreas Born als Organisator der Jülicher Bierbörse den englischen Dramatiker William Shakespeare und dessen Zitat aus der Hamlet-Tragödie nicht. Aber, und dies wurde anlässlich der offiziellen Eröffnung der 3. Bierbörse von ihm betont, die Erfahrungen belegen, „dass eine dritte Veranstaltung aufzeigt, ob sie eine Zukunft hat“.

Getrunken und gegessen werden kann am Wochenende, 2. bis 4. September, wieder auf dem Jülicher Schlossplatz. Rund 350 Biersorten aus aller Welt plus jede Menge alkoholfreier Getränke stehen zum Verkosten bereit. Den Fassanstich nimmt Bürgermeister Axel Fuchs am Freitag, 2. September, um 17 Uhr an der Kölschen Malzmühle vor.

„Für uns ist es eigentlich die wichtigste Veranstaltung. Sie wird zeigen, ob sich hier in Jülich die Bierbörse etabliert oder nicht“, machte Andreas Born als Organisator im Neuen Rathaus deutlich, als er die Neuigkeiten zur Neuauflage zusammen mit Tamara Theissen als Veranstaltungskauffrau aufzeigte. Dass nach dem „Bombenstart“ mit rund 10 000 Gästen bei der zweiten Bierbörse deutlich weniger Besucher – die Rede war von rund 40 Prozent – den Weg zum Schlossplatz fanden, sei zum einen dem schlechten Wetter geschuldet gewesen. „Aber trotzdem lagen wir damit noch über dem allgemeinen Trend“, befand der Geschäftsinhaber der Agentur EMG aus Erkelenz, die in Nordrhein-Westfalen insgesamt sechs Börsen veranstaltet. Er rechnet in der kommenden Woche, vorausgesetzt, dass Wetter spielt mit, bis zu 15 000 Gästen. Nicht aus aller Welt, wie die rund 350 Biersorten Glauben machen, sondern aus dem nahen und weiteren Umfeld, „denn der Schlossplatz wird zum größten Biergarten im Kreis Düren“, hebt Born die Besonderheit hervor, dass es fast keinen schöneren Veranstaltungsort als den in der Herzogstadt geben würde. Die tollen großen Bäume würden einfach eine Biergartenatmosphäre vermitteln, wie sie in Bayern üblich sei.

So ist es zu erklären, dass mit der Augustiner Brauerei, der einzigen noch privaten und ältesten Brauerei in Jülich, ebenso die von Löwenbräu vertreten ist. Dass gerade im Jahr des 500-jährigen Bestehens des Deutschen Reinheitsgebots – seit dem Jahre 1516 dürfen in Deutschland nur Gersten, Hopfen und Wasser zum Brauen genutzt werden – auch das 30-jährige Bestehen der bundesweit organisierten Bierbörse gefeiert werden kann, macht die Veranstalter stolz. Auch deshalb, weil das Angebot von heimischen bis zum exotischen Bier reicht „und diese auch in ausgefallenen Biergeschäften präsentiert werden“, werden die Stände der Störtebecker Brauerei, der vom Mühlen Kölsch oder aber die mittelalterliche Taverne mit Altbayreuther Braunbier zu den Hinguckern gehören. Als Bierneuheiten werden am Freitag (15 Uhr bis 24 Uhr), Samstag von 13 Uhr bis 24 Uhr und Sonntag von 13 Uhr bis 20 Uhr der Craft Beer-Stand „Passions for Beer“ aus New York, ein untergäriges Lagerbier mit fruchtig-aromatischer Note aus Italien, das Hefelagerbier „Platan kvasnicovy“ oder das alkoholfreie „Platan Nealko“, beide aus Tschechien, präsentiert. Nicht zu vergessen das südböhmische Lagerbier „Platan Premium“, das mit seinem typischen Malzaroma schon viele Liebhaber gefunden hat. Biere, allesamt in der Schwarzberg-Brauerei in Protivin gebraut, die aus dem 16. Jahrhundert stammt. Aber auch das Grevensteiner Landbier wird Liebhaber finden, denn es wird nach einem uralten Rezept neu „aufgelegt“. Nicht zu vergessen das „Haus der 131 Biere“, wo neben anderen außergewöhnlichen Bieren erstmals der „Scheue Abt“ zu haben ist. Ein Bier aus dem Spreewald. Dort hängt über einem Braukessel jene erste Flasche, die von Papst Franziskus in Rom persönlich gesegnet wurde und das mittlerweile mit dem Bildnis des Heiligen Franziskus auf dem Etikett zu einem Zuschauermagneten wurde. „Aber es gibt auch ein schmackhaftes Bier, das mit Apfelsaftkonzentrat verbraut wurde“, erklärte Andreas Born. Natürlich werden kulinarische Spezialitäten ebenso nicht fehlen wie Live-Musik von drei Bands, die an allen drei Veranstaltungstagen geboten wird.

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