Jülich - Biber siedelt sich am Ellebach an

Biber siedelt sich am Ellebach an

Von: ahw
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Ein hartes Stück Arbeit am E
Ein hartes Stück Arbeit am Ellebach: Der Biber benagt einen Baum in Form einer Sanduhr, bis er fällt. Je nach Härte des Holzes kann ein Biber in einer Nacht einen bis zu 50 Zentimeter dicken Baum umhauen. Foto: Wolters

Jülich. Die Spuren sind klar zu erkennen. Wer den schmalen Pfad am Ellebach entlang geht, erkennt unweit der Wiesenstraße auf dem gegenüber liegenden Ufer diverse Bäume, die in ganz typischer Manier benagt sind. Der Stamm wird in Form einer Sanduhr bearbeitet, bis er fällt.

Die tierischen Baumeister, die hier tätig sind und Material für einen ihrer Dämme beschaffen, sind Biber, die sich im Herzen der Herzogstadt angesiedelt haben.

Ein Leser, der an der Römerstraße tätig ist, hatte die Nager und ihr Treiben entdeckt, als er über den rückwärtigen Garten am Fließgewässer spaziert war. Dessen Geschwindigkeit wird indes an einer Stelle gemindert, denn die Nagetiere haben hier aus vielen Holzstöcken kunstvoll einen Staudamm aufgeschichtet, der versteckt hinter dem Ufergebüsch zu erkennen ist. In der Regel haben die Tiere ganz in der Nähe im Uferbereich auch ihren Wohnbau errichtet

Wie der Leser weiter berichtet, hatten die Biber auch schon im vergangenen Jahr Quartier am Ellebach bezogen, das sie indes wieder räumten, als es ihnen während der wärmeren Jahreszeit dort zu unruhig wurde, als der Uferweg zu stark frequentiert wurde. Auch während dieser Saison sah unser Naturfreund schon Spaziergänger, deren Hunde sich auf eine fröhliche Biberjagd machten. „Kann man hier denn kein Schutzgebiet einrichten”, fragt sich der Mann, „das für Hunde gesperrt ist?”

Vermutlich sind die Nagetiere über die benachbarte Rur „eingewandert”, in die der Ellebach mündet und wo die Biber weit verbreitet sind. Mit seinem spindelförmigen Körper, einem breiten, abgeplatteten, und unbehaarten Schwanz, Kelle genannt, und den Schwimmhäuten ist das Tier perfekt ans Leben im Wasser angepasst.
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