Bezugsperson bringt Zeit für das Kind mit

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Arbeitsgruppe ruft Familienpatenschaften ins Leben: (v.l.) Bernd Becker, Caritas-Gemeindesozialarbeiterin Sylvia Karger-Kämmerling, KiGa-Leiterin Helga Krafft, Rita Hampel, Walburga Beyss und Gemeindereferentin Hildegard Storch. Foto: Jagodzinska

Rödingen. Besonders belastete Familien in der Gemeinde Titz sollen ehrenamtliche Familienpaten in Anspruch nehmen können. „Es geht darum, den Kindern gerecht zu werden, nicht um Hilfe im Haushalt”, konkretisierte die Titzer Gemeindereferentin Hildegard Storch die Generationen-übergreifende Idee, die im vergangenen Jahr im Weggemeinschaftsrat der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Titz geboren wurde.

In Zusammenarbeit mit dem Caritasverband für die Region Düren-Jülich, vertreten durch Gemeindesozialarbeiterin Sylvia Karger-Kämmerling, der offenen Jugendarbeit der Gemeinde Titz (Rolf Sylvester), den Schulen und Kindergärten (Monika Heinrichs und Helga Krafft) und dem katholischen GdG-Verbund ist eine Arbeitsgruppe entstanden.

Wichtig ist hier von Beginn an das Zusammenspiel hauptamtlicher und ehrenamtlicher Mitarbeiter.

So könnte die Umsetzung aussehen kann: Eine konstante Bezugsperson schenkt einem Kind aus einer benachteiligten Familie regelmäßig etwas Zeit, holt es zum Beispiel von der Schule ab, hilft bei den Hausaufgaben und kocht ein warmes Mittagessen.

Sinnvoll ist ferner eine Freizeitgestaltung mit Spielen, Spaziergängen und Erkundungen der Natur als Alternative zum Medienkonsum. Angeregt wurden zudem erlebbare Erfahrungen der gesunden Nahrung als Alternative zum Fastfood, wie das Kultivieren eines Gemüsegartens.

Die belasteten Familien können zum Beispiel kinderreich oder alleinerziehend sein, von Arbeitslosigkeit oder Verschuldung, von Krankheit, Behinderung oder Pflegebedürftigkeit betroffen, oder beide Eltern sind zur Berufstätigkeit gezwungen: „Die Berufstätigkeit der Mutter hat drastisch zugenommen.

Es geht um das finanzielle Überleben”, bestätigte Helga Krafft letzteren Aspekt. „Es gibt nicht nur materielle Nöte, auch soziale Armut”. Hier fand die Situation eines Kindes mit gut verdienendem Vater beispielhaft Erwähnung, dessen Mutter verstorben ist.

Ein Infoabend für interessierte Familien und Paten mit anschließendem Einzelgespräch beginnt am Dienstag, 21. April, um 19.30 Uhr im Pfarrjugendheim Titz. Flyer liegen demnächst im Familienzentrum aus. Ansprechpartnerinnen sind Gemeindereferentin Hildegard Storch, 02463/6687, e-Mail: hildegard.storch@freenet.de und Sylvia Karger-Kämmerling, 02461/6226300, e-Mail skarger-kaemmerling@cv-dueren.de

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