Staukarte

Bewohner des Flüchtlingsheims melden Hehler

Von: jan
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Jülich. Im Fall des 19-Jährigen Marokkaners, der Ende Januar versucht haben soll, sechs Mobiltelefone in einem Jülicher Flüchtlingsheim zu verkaufen, die in der Silvesternacht in Köln gestohlen worden sind, gibt es neue Erkenntnisse.

Wie die Staatsanwaltschaft Köln auf Nachfrage mitteilte, bestehe mittlerweile kein dringender Tatverdacht mehr gegen den Mann. Das bedeute keinesfalls, dass die Ermittlungen abgeschlossen worden sind. Sie laufen weiterhin, der Anfangsverdacht, dass der Mann versucht haben soll, gestohlene Ware zu verkaufen, bestehe nach wie vor, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Allerdings seien die Voraussetzungen für einen Haftbefehl gegen den 19-Jährigen nicht gegeben, da kein dringender Tatverdacht vorliege. Der Grund: Bei der Durchsuchung seien die Telefone nicht gefunden worden. Auch ist nicht klar, ob der Mann in einem Zusammenhang mit den Übergriffen auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz steht.

Ins Rollen gekommen waren die Ermittlungen wegen Hehlerei nach Angaben der Kölner Staatsanwaltschaft, weil Mitbewohner des Flüchtlingsheims an die Heimleitung gemeldet hatten, dass jemand versuche, gestohlene Mobiltelefone an sie zu verkaufen. Die Heimleitung hat daraufhin die Polizei verständigt. Ein Staatsanwaltschaftssprecher betonte, dass es schon häufiger passiert sei, dass Bewohner von Flüchtlingsheimen den Versuch des Verkaufs gestohlener Ware gemeldet haben.

Das hat die Jülicher Sozialamtsleiterin Doris Vogel bestätigt, die schon in der vergangenen Woche erklärte, dass die große Mehrheit der Jülicher Flüchtlinge die Kölner Silvester-Vorfälle verurteilt.

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