Besucher finden eine Märchenwelt im Brückenkopfpark

Von: Kr.
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Beliebt bei den Jüngsten: einige Runden auf dem Rücken von Pferden und Ponys.
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Märchenträume: So wie Ulrike Rietze lasen über das Brückenkopf-Park-Gelände verteilt zahlreiche Prominente und Freiwillige aus einem Märchen.
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Die vereinzelten Regenschauern ignorierten die Park-Besucher am Sonntag einfach: Die Fütterung der Erdmännchen – die neuen Lieblinge im Jülicher Zoo – war zu spannend. Foto: Kròl

Jülich. Ganz romantisch und märchenhaft ging es am Sonntag im Jülicher Brückenkopf-Park zu, den auch bei gelegentlichen Regenschauern doch viele Menschen aus der gesamten Region ansteuerten. An markanten Stellen im Gelände wie im Waldklassenzimmer, in den Themengärten, dem Holzpavillon, dem Ort der Stille, der Hohltraverse oder im Rosengarten hatten sich rund 50 Akteure eingefunden, die die Besucher des Parks mit der traumhaften Märchenwelt vertraut machen wollten.

Für alle großen und kleinen Freunde dieser alten, fantastischen Geschichten war das natürlich ein gefundenes Fressen. Überall dort, wo die großen Transparente die Leseorte kennzeichneten, versammelten sich dichte Menschentrauben. Und daneben hatte sich der Jülicher Tierpark zu seinem traditionellen Zoofest herausgeputzt und präsentierte auch, aber nicht nur seine neuen Tiere.

Aus aller Welt waren die Märchen zusammengetragen worden, von Nord bis Süd und von Ost bis West hatten die Vorleser in der Volksliteratur gestöbert, um ihren Zuhörern einmal ganz Neues und ganz Besonderes bieten zu können. Doch auch auf Altbewährtes wie den gestiefelten Kater griffen die Vorleser gerne zurück. Es ist das erklärte Lieblingsmärchen von Hans Josef Bülles von der Geschäftsführung des Brückenkopf-Parks. Er begnügte sich allerdings nicht damit, diese Erzählung der Gebrüder Grimm einfach vorzutragen. Er erzählte sie ganz einfach aus der Sicht des Müllersohns. Mit ihm hatten sich noch viele Märchenfreunde eingefunden, die es sich nicht nehmen ließen, an diesem Tag vorzulesen. Von der pensionierten Lehrerin über den Redakteur eines Radiosenders, dem Landtagsabgeordneten Josef Wirtz, dem Bundestagsabgeordneten Thomas Rachel und Sabine Verheyen, Abgeordnete des Europaparlaments reichte die Liste der Prominenten, die ihre Stimmen zur Verfügung stellten. Die meisten von ihnen hatten sich zu diesem Zweck außerdem in die entsprechenden Kostüme gekleidet. Doch auch zahlreiche Jülicher Bürger ließen es sich nicht nehmen, ihre Lieblingsmärchen zu präsentieren.

„Walking Acts“ aus Stolberg

Mit von der Partie waren außerdem die City Starlights, ein Kulturverein aus Stolberg, der mit 25 Akteuren gekommen war und von denen einige auch als Walking Acts unterwegs waren.

Da nun aber auch die Sanierung des Denkmals Brückenkopf gleichzeitig 15-jähriges Bestehen feierte, hatte die Parkleitung für ihre jüngsten Gäste einige besonderer Attraktionen bereit. Jede Menge Spielgerät vom Kettcar über die Hüpfburg bis zu den beliebten großen Ballons, mit denen selbst das wasserscheueste Kind trockenen Fußes übers Wasser laufen kann, und vieles mehr wartete zur Unterhaltung der Kleinsten. Ein Zauberer zeigte seine Kunststücke, lustige Tiere aus Luftballons wurden modelliert. Die Kinder konnten sich an Seidenmalerei versuchen oder am Schminktisch ein anderes Gesicht zulegen. Eine Kräuterhexe ließ die Besucher einen Blick in die Geheimnisse der Kräuterlehre werfen. An jeder Ecke gab es etwas Neues und Besonderes zu sehen, schade war es allerdings schon, dass Regenschauern immer wieder den Entdeckerdrang der Kinder bremsten.

Der Zoo ist bestens gerüstet

Auch der Brückenkopf-Zoo war bestens für diesen Tag gerüstet und feierte sein Fest. An einem Stand, der vom Brückenkopfverein betrieben wurde, gab es neben Pfauenfedern Stachelschweinstacheln, die sich übrigens bestens als Haarschmuck eignen, wie eine Besucherin demonstrierte, gab es Kinder- und Sachbücher über alle Tiere des Zoos. Literatur über die Erdmännchen, die innerhalb kürzester Zeit zu den Lieblingen der Zoobesucher aufgestiegen sind, fehlte nicht. Ihre Fütterung durften die Besucher auch alle einmal miterleben. Eine dichte Menschentraube drängte sich um die kleinen Kobolde.

Führungen, bei denen Henry Fischer Betriebsleiter, und seine Mitarbeiter Markus Schiffer und Jonathan Keck den Teilnehmern einmal einen Blick hinter die Kulissen gewährten, und weitere Fütterungen rundeten das Programm ab.

Dieser Tag war auch wieder verbunden mit der Werbung um Zoopaten. 47 Paten zählte zu diesem Zeitpunkt der Brückenkopf-Verein, doch erklärtes Ziel war es, die Schallmauer von 50 Paten zu durchbrechen.

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