Linnich - Besonderes Konzert verzaubert Zuhörer in Linnich

Besonderes Konzert verzaubert Zuhörer in Linnich

Von: Kr.
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Einen Konzertabend besonderer Güte bescherten Ulrike Friederich und Prof. Johannes Geffert den zahlreichen Zuhörern in der evangelischen Kirche in Linnich. Foto: Kròl

Linnich. Auch wenn die Pfarrerstelle der evangelischen Kirchengemeinde in Linnich zurzeit verwaist ist, setzt das Presbyterium alles daran, das Gemeindeleben aufrecht zu erhalten. Und zu diesem Gemeindeleben zählen auch die Orgelkonzerte, die sich immer eines großen Zuspruchs erfreuen.

Umso glücklicher war daher auch Uli Mörschel vom Presbyterium, dass es gelungen war, mit Professor Johannes Geffert einen der besten Organisten Deutschlands wieder nach Linnich zu holen.

Der ehemalige Linnicher Pfarrer Bernhard Jacobi hatte in Bonn früher einmal in seinem Chor gesungen, und so war der Organist schon häufiger in Linnich zu Gast, um auf der wunderschönen Barockorgel ein Konzert zu gestalten. Dieses Mal sollte es aber ein ganz besonderer Abend werden, denn in Begleitung des Organisten befand sich die Flötistin Ulrike Friedrich, mit der Professor Geffert bereits seit 2007 regelmäßig konzertiert. „Lassen Sie die Musik ihr Herz berühren“, hatte Uli Mörschel die zahlreichen Zuhörer gebeten. Das sollte allen nicht schwer fallen. Nicht nur auf ihre Instrumente und den Begebenheiten im Gotteshaus hatten die beiden Musiker ihr Programm abgestimmt. Sie hatten auf Vielfalt gesetzt und der breiten Palette an Gefühlen und Emotionen, die auch in der Musik möglich sind, Rechnung getragen.

So begannen sie mit einer sehr festlichen und erhabenen Eröffnung mit Georg Dietrich Leydings Präludium ES-Dur für Orgel, um dann mit Johann Sebastian Bachs feinsinniger und facettenreicher Sonata E-Dur für Flöte und Orgel fortzufahren. Klangfarben einer Orgel vorzustellen, die man im allgemeinen weniger hört, ermöglichte Johann Pachelbels Choral in neun Variationen „Was Gott tut, das ist wohl getan“.

„Typisch Mozart“, so kommentierten die Musiker sein Allegro D-Dur aus dem Quartett KV 285, das der berühmte Komponist eigens für den damals ebenfalls sehr berühmten Flötisten Wendling geschrieben hat.

Romantisch ging es mit Camille Saint Saens Romanze Des-Dur für Flöte und Orgel weiter und wurde ebenso romantisch mit Eugene Gigout Scherzo g-Moll für Orgel fortgesetzt.

Den grandiosen Schlusspunkt bildete Donizettis Sonata in C für Flöte und Orgel, Adagio-Allegro, die düster begann und fröhlich beschwingt endete. Die beiden Musiker schlossen damit den Reigen und bescherten ihren begeisterten Zuhörern einen Konzertabend besonderer Güte.

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