Jülich - Berufsinfomarkt: 58 Anbieter mit Anregungen

Berufsinfomarkt: 58 Anbieter mit Anregungen

Von: ptj
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Auf den Kopf getroffen: Einige Schülerinnen zeigten sich gestern beim Berufsinfomarkt in Jülich sehr geschickt an handwerklich ausgerichteten Erprobungsständen. Foto: Jagodzinska
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Blick von oben: Der Berufsinfomarkt im Berufskolleg war sehr gut besucht. Zeitversetzt fanden sich 15 Schulen aus dem Nordkreis ein.

Jülich. „Ich finde es hier sehr organisiert und ich fühle mich direkt gut informiert“, betonte die 18-jährige Isabel Garitz, die gestern auf der Suche nach einem kreativen Beruf den Berufsinformarkt im Berufskolleg Jülich besuchte und dort auf das interessante und vielseitige Tischlerhandwerk aufmerksam wurde.

Der Markt ist nach früherer Ausrichtung in Linnich zum dritten Mal zu Gast in Jülich, dabei bereits zum zweiten Mal in Folge im Berufskolleg – alles im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit der Nordkreisstädte und -gemeinden Jülich, Linnich, Aldenhoven und Titz.

„Interkommunale Zusammenarbeit geht also doch“, bemerkte in diesem Zusammenhang der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen augenzwinkernd. Federführend ist das Jülicher Amt für Familie, Generationen und Integration unter Dezernentin Katarina Esser, die Organisatorin heißt Elisabeth Fasel-Rüdebusch.

620 duale Ausbildungschancen

Schwerpunktthema war die duale Ausbildung, zu der Andrea Hilger, Beauftragte für Chancengleichheit an der Arbeitsagentur Aachen, einige interessante Fakten nannte: Es gibt aktuell 630 duale Ausbildungschancen in der Region, davon 130 in Jülich. Diese wiederum gliedern sich auf in 70 verschiedenen Ausbildungsberufe.

Auf geschlechtsspezifische Ausbildungswünsche angesprochen, nannte sie 35 Prozent der Jungen und 55 Prozent der Mädchen, die sich in ihrer Berufswahl lediglich auf zehn geschlechtstypische Berufe konzentrieren. Dabei böten sich 450 Alternativen in der Produktion/Fertigung an, vom Packmitteltechnologen bis zum im Berufskolleg angesiedelten Studium Maschinenbau Plus (duale Hochschulstudien), in Kooperation mit der Fachhochschule.

„Auch mit schlechtem Zeugnis bewerben“, ermunterte Hilger bei sinkenden Bewerberzahlen im Zuge des demografischen Wandels. „Viele stellen sich gar nicht das Richtige darunter vor“, überlegte sie weiter. So zeigten sich einige Schülerinnen sehr geschickt mit Hammer oder Säge bei handwerklichen Demonstrationen der 58 ausstellenden Ausbildungsbetriebe, obwohl sie diese Option zuvor niemals ins Auge gefasst hatten. 15 Schulen aus dem Nordkreis waren auf Einladung – wie besprochen zeitversetzt – mit Schülerinnen und schülern vertreten, darunter sogar Achtklässler. Zielgruppe sind Neunklässler und „unversorgte“ Zehntklässler.

Zu den 58 Betrieben und Institutionen von A bis Z zählten Ämter, Banken, Bildungseinrichtungen und Schülerfirmen, Discounter, Handwerksbetriebe, die Kreishandwerkerschaft bis hin zu Bundeswehr, Polizei und Bundespolitzei. Die Anbieter warteten, zum Teil in Berufskleidung, mit etlichen Informationen, Laptops, Info-CDs, Demonstrations- und Erprobungsständen auf. Den Angebotsrahmen komplettierten diverse Workshops, etwa zur Selbstpräsentation, zu Bewerbungsgesprächen oder einem Freiwilligenjahr im Ausland.

Besonders interessant war ein „Bewerbungsmappencheck“ am Stand, die Bewerbungsmöglichkeit gleich vor Ort und die Sonderaktion, sofort professionelle Bewerbungsbilder anfertigen zu lassen. „Zum Anfassen“ waren ferner geöffnete Labore und Werkstätten im Berufskolleg. Mit Dankesworten an Anbieter und das Organisationsteam, dafür, dass sie „jungen Menschen ihre schwierige Entscheidung erleichtern“ und mit guten Wünschen für Schüler auf dem Weg der Entscheidung verblieb der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Gunia.

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