Bergfest im Jülicher Werk: Zuckerrüben so süß wie selten

Von: Antonius Wolters
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Die Knollenberge auf dem Rübenhof der Jülicher Zuckerfabrik fallen in der laufenden Kampagne deutlich flacher aus: Heinz Leipertz, Leiter Landwirtschaft für die Werke der Pfeifer & Langen KG im Rheinland, ist speziell mit dem hohen Zuckergehalt der Feldfrüchte zufrieden.

Jülich. Bergfest kann heute im Jülicher Werk der Pfeifer & Langen KG gefeiert werden: Von den rund 1,4 Millionen Tonnen Zuckerrüben, die in der laufenden Kampagne in der Herzogstadt erwartet werden, wird heute die Marke von 700.000 Tonnen überschritten.

„Der Regen hat die Rüben beflügelt“, sagt Heinz Leipertz, Leiter Landwirtschaft für die rheinischen Werke von Pfeifer & Langen. Während nach anhaltender Trockenheit zu Beginn der Saison noch Probleme beim Roden der Feldfrüchte und dem weiteren Zuwachs bestanden, haben sich die Knollen inzwischen gut entwickelt. „Die Rüben flutschen aus dem Boden“, so Leipertz. Das begehrte Nass habe die Böden weicher gemacht und die Situation entspannt, unter der zuvor auch die Erntemaschinen mit verstärktem Verschleiß gelitten hätten.

Um dem Zuwachs der Zuckerrüben einen Schub zu geben, sei das Wasser allerdings zu spät gekommen, denn die Vegetationszeit verringere sich in dem Maße, wie die Tage kürzer werden und den Pflanzen das Licht für die Photosynthese fehlt.

Das führt unterm Strich dazu, dass auf Grundlage der bisher angelieferten Erntemengen der Rübenertrag am Ende knapp unter dem langjährigen Durchschnitt liegen wird. Dagegen meldet Leipertz beim Zuckergehalt Rekordwerte: Bei den Tagesdurchschnitten „kratzen wir an der 18“, so Leipertz, womit der Fünf-Jahres-Schnitt von 17,2 Prozent bereits klar in den Schatten gestellt wird. Gleichwohl verheißt der Zuckerertrag pro Hektar Anbaufläche „nur“ eine „knappe Durchschnittsernte in einem schwierigen Jahr“.

Das gilt weniger für die aktuelle Kampagne, die bislang so ruhig verlaufen sei, wie er es selten erlebt habe. „Ich bin mit der Anfahrt äußerst zufrieden“, sagt Leipertz, die Rüben seien alle zum richtigen Zeitpunkt in die Fabrik gerollt. Bis auf den Start seien ihm auch keine Probleme im Feld gemeldet worden.

Besonders stolz ist der Leiter Landwirtschaft, dass die Umstellungen bei der Logistik im Jülicher Werk bislang so gut geklappt haben. Die Mischentladung, bei der die Rüben seitlich per Wasserstrahl von den Ladeflächen gespült werden oder Muldenkipper rückwärts an den Schwemmkanal fahren und ihre Ladung abkippen, funktioniere hervorragend.

Es gebe weniger Bruch und – was noch wichtiger sei – der Wasserverbrauch für das Abladen der Rüben sei erheblich verringert worden. Die eingeführte Rübenanfuhr rund um die Uhr habe sich gut etabliert und laufe „besser als erwartet“, sagt Leipertz, der auf einen entzerrten Verkehrsfluss verweist. „Wir gehen davon aus, dass die Kampagne in der Vorweihnachtswoche endet“, ist er zudem überzeugt davon, dass in diesem Jahr schon sehr zeitig Schluss ist.

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