Benefizkonzert unterstützt Flüchtlingsarbeit in Titz

Von: jago
Letzte Aktualisierung:
10745416.jpg
Beim Jazzfrühschoppen zugunsten der Asylbewerber und Flüchtlinge in der Gemeinde Titz präsentierte die Junge Union Titz die Band „Printentown“. Foto: Jagodzinska

Opherten. Zum Jazz-Frühschoppen am Sonntagmorgen mit der Aachener Band „Printentown UnLtd“ hatte die Junge Union Titz auf den Capitelshof in Opherten eingeladen. „Wir möchten die Integrationsarbeit der Gemeinde Titz unterstützen“, erklärte Gastgeber Philipp Renker bei der Begrüßung den Hintergrund der Veranstaltung.

Der Erlös ist komplett zugunsten der Asylbewerber und Flüchtlinge in der Gemeinde geplant. Die Gemeinde versorgt laut Bürgermeister Jürgen Frantzen momentan 84 Flüchtlinge, und es werden weitere kommen. Seinem Dank an Susanne Renker und Jan Schenk, die erneut ihren Capitelshof zur Verfügung gestellt haben, ließ er eine kurze Bestandsaufnahme folgen, in der er insbesondere die ehrenamtliche Arbeit des „Runden Tischs für Asylbewerber und Flüchtlinge“ würdigte, ohne die die Verwaltung vor weitaus größeren Problemen stehen würde.

So wichtig die politische Problembewältigung auch ist, die menschliche Komponente kommt viel zu oft zu kurz. So bemängelte Landrat Wolfgang Spelthahn in seinem Grußwort, dass öffentlichen Sonntagsreden oftmals keine Taten folgen, und lobte im gleichen Atemzug das bürgerliche Engagement direkt vor Ort in den höchsten Tönen: „Die Aktion hier am Capitelshof in Titz würde bundesweit ein Modell sein, wie man mit der Flüchtlingsproblematik umgeht.“ In einer kritischen Betrachtung der Thematik forderte Spelthahn ein, dass man die Kommunen nicht im Stich lassen dürfe. Außerdem müssten „diejenigen, die keine Chance auf Anerkennung eines Asylantrags“ hätten – seiner Schätzung nach 80 Prozent -, „frühzeitig zur Rückkehr gebracht werden, um nicht die zu belasten, die wirklich Hilfe bräuchten“.

Beschwingter Dixieland, interpretiert von einem musikalischen Ensemble, dem der Jazz im Blut liegt, ein wundervolles ländliches Ambiente, traumhafte Wetterbedingungen – der Frühschoppen der Jungen Union Titz stand unter einem guten Stern. Der Begriff „Willkommenskultur“ wurde in der letzten Zeit arg strapaziert, auf dem Capitelshof wurde ihm eine zielführende und an den tatsächlichen Bedürfnissen orientierte Komponente hinzugefügt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert