Benefizkonzert: Mit harten Beats Einsatz für Flüchtlinge

Von: mio
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„Ohlenforst“ eröffnete das Solidaritäts-Konzert. Die Einnahmen kommen der Organisation „Sea-Watch“ zugute. Foto: Mira Otto

Jülich. Der Jungendtreff Roncalli-Haus Jülich organisierte zusammen mit drei Bands und Gastmusikern ein Solidaritätskonzert für den guten Zweck.

Den Anfang machte die Punkrock-Gruppe Ohlenforst, die aus Tobi Ohlenforst (Gesang), Tobi Peters (Gitarre und Backvocals), Andy Tylicky (Schlagzeug), Sebastian Ohler (Bass) und dem frischgebackenen Mitglied der Gruppe Thomas Becker (Gitarre) besteht.

Mit Songs wie beispielsweise dem Eröffnungstitel „Egal“, dessen Text sich für die Gleichberechtigung von Homosexuellen einsetzt und mehr noch eine klare Positionierung gegen Rechts darstellt, heizten sie die zahlreich erschienenen Hörer an. Auch die ersten „Moshpits“ ließen nicht lange auf sich warten.

Die Einnahmen der Auftritte kommen der zivilen Organisation „Sea-Watch“ zugute, die Flüchtlinge in Seenot rettet. Dazu sagte der Bassist Ohler: „Die staatlichen Stellen leisten für den aktuellen Andrang nicht genug. Wir können hier mit unserer Musik das Nützliche mit dem Freudigem verbinden.“ Dem schloss sich Daniel Grasmeier mit den Worten „den guten Zweck unterstützen wir gerne“ an. An der Gitarre gab er zusammen mit Felix von Klitzing (Schlagzeug), Philip Perez (Bass), Marlon Lohrbach (Gitarre), Simon Ruland (Gesang) als Band „In Circles“ das nächste musikalische Debüt.

Mit dem, für die Hardcore-Punk-Gruppe so bezeichnenden, „shouting“-Gesang und harten Beats beschleunigte sich wohl bei so einigen Zuschauern der Pulsschlag. Dementsprechend wurde der Auftritt des Quintetts von ausgelassenem Headbangen und Pogo-Tänzen begleitet, und die Feierlaune erreichte an dieser Stelle ihren Höhepunkt.

Last, but not least betraten „Vetternwirtschaft“ zum ersten Mal die Empore. Die Gruppe, die aus Philip, Moritz und Lukas L. besteht, hatte an diesem Abend im Roncalli-Haus ihren ersten, offiziellen Auftritt. Während des Gigs wurde die Gruppe von den befreundeten Gastmusikern Niklas, Nick und Eraj begleitet. Allerdings nicht auf Instrumenten, denn die Musiker lassen auf der Bühne nur ihre Stimme erklingen. Die Musik kommt vom Band. Dabei verulkt die Truppe bekannte Musikklassiker mit neuem Text. Allerdings seien die Texte nicht nur humorvoll, sondern auch teilweise ernst gemeint, wie Niklas erklärte. Darunter auch brandneu dabei „Mainacht“. „Der Song handelt von einer wilden Romanze in der Mainacht“, umschrieb Moritz den Song. Die Besucher honorierten die selbst umgedichteten Texte der Gruppe mit Applaus.

„Ich freue mich, dass wir Newcomer-Bands ein Forum bieten können und dabei auch noch eine gute Sache unterstützt wird“, sagte Sascha Römer, seines Zeichens der Leiter des Jungendtreff Roncalli-Haus, zu dem musikalischen Abend.

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