Benefizkonzert mit grandioser Stil-Mischung

Von: ptj
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Das Multikulturelle Benefiz-Festival im Kuba startet schottisch: Die Friends of Scotland Region Aachen spielen in Tartans, „die man frei tragen kann“. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Ihr, das Publikum, wart das Herz der Veranstaltung! Danke Virginia, dass Du es zum Schlagen gebracht hast. Es war eine tolle Veranstaltung für Menschen von Menschen! We love.“ So lautete das schönste Kompliment von Sänger und Songwriter John Born zur zweiten Auflage des Multikulturellen Festivals im Jülicher Kulturbahnhof.

Nach dem Erfolg des Vorjahres hatten sich die Organisatoren Virginia Lisken von der Noiseless-Konzertreihe und Cornel Cremer, Geschäftsführer im KuBa, für eine zweite Auflage der Benefizveranstaltung entschlossen. Der Erlös kommt wiederholt der Kinderwohngruppe in Mersch unter der Trägerschaft der Jugend- und Familienhilfe zugute.

Nachdem im vergangen Jahr die Musik orientalisch/asiatisch ausgerichtet gewesen war, ging es diesmal mehr „in die englisch/deutsche Ecke. Kölsch haben wir als Sprache zugelassen.“ Den Auftakt machten die „Friends of Scotland Region Aachen“ mit einem erstklassigen Kilt-tragenden Duo in der „Non-Clan“-Darstellung, will heißen „mit Tartans, die man frei tragen kann“.

Mit Gitarre und Bodhran besangen sie zum Beispiel im Stück „Bonny Ship The Diamond“ den schottischen Walfänger Diamond beim Aufbruch zu seiner gefährlichen Reise durch das Packeis. Sie sangen das irische Volkslied „The Wild Rover“ und beschlossen ihren tollen Part augenzwinkernd mit einem Lied aus der „Mundorgel“: „Es wollt‘ ein Bauer früh aufstehen“. Das Publikum fungierte dabei als „Fischerchöre“.

Der erst 22-jährige Tim Hoff, oder „die Hoffnung Jülichs“ wie Lisken es ausdrückte, vertrat im Anschluss Deutschland. Mit seiner fabelhaft flexiblen Stimme interpretierte er „Wenn jetzt Sommer wär“ oder „Meine Soldaten“. Als Überleitung zum musikalischen Thema England beschloss er seinen viel beklatschten Auftritt mit dem Song „93 Million Miles“.

In den Farben Englands begeisterten im Anschluss John Born und seine Band. Mit Gitarre, Cajon und Gesang interpretierten sie etwa „Love, Love, Love“. Darin beschreibt der gefühlvolle Songwriter mit musikalischen Wurzeln im Indie-Folk, Pop und Rock die Einfachheit der Liebe. „World Of Destruction“ erzählt die Endzeitgeschichte mit gutem Ausgang: Alle Lebensmittel sind wieder schadstofffrei.

Amerika vertrat Johnny Sanders mit Band. Die prima Besetzung spielte unplugged „sehr reduziert und archaisch“, klassisch für die Hillbilly-Musik der 50er/60er Jahre mit Rhythmus- und Leadgitarre, Contrabass und Gesang. Gespielt wurden Superhits wie „Blue Moon Of Kentucky“.

Von Tango bis Rock

Das Trio „A modo nostro“ vertrat mit zwei Gitarren, Cajon und Gesang natürlich Italien. Die Drei begeisterten mit ihrem einzigartigen Stil von Tango bis Rock und zwei eigenen Stücken: „Filius“ (lat. Sohn) und „Guardami“ (Schau mich an).

Mit Gesang und Gitarre überzeugte das Kölsch-Duo „Elixier“ mit Stücken wie „Stinkefinger“ oder „Für et Hätz un jejen d‘r Kopp“.

Die grüne Insel, Irland, war gleich zweimal vertreten: Professionellen Irish Dance zeigte Thorsten Baulig von der Tanzschule „Dancing and more“. Es folgte die Band „Quod Libet“ mit Gastmusiker Bernd Birkmann von den „Beets and Berries“ an den Percussions.

Die Super-Band mit dem lateinischen Namen, der bedeutet „Wie es beliebt“ setzte den fulminanten Schlussakkord mit Bass, Akustik-Gitarre, Schlagzeug und Keyboard und Liedern wie der Hymne „Lord of the dance“, dem Folk-Song „Laningan‘s Ball“ oder dem superschnellen lyrischen Stück „Toss The Feathers“.

„Ein grandioses Festival“ war die einhellige Meinung der rundum begeisterten Zuschauer und -hörer.

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