Benefiz-Lesung: Die vielen Facetten von Verantwortung

Von: brs
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Lesung mit musikalischer Untermalung: Autorin Waltraud Biernatzki und Elisa Klinker boten dem Auditorium eine gelungene Mischung. Foto: B. Sylvester

Aldenhoven. „Verantwortung – Erkennen und Tragen“ mit diesem bedeutungsschweren Titel hat Waltraud Biernatzki ihre Textsammlung überschrieben. Verantwortung, das ist es auch, was sich die Sinnathurai Children Foundation, kurz SC Foundation, auf ihre Fahnen geschrieben hat. Am Sonntagnachmittag hatte die SC Foundation in den Aldenhovener Kapuzinerkeller zur Lesung von Waltraud Biernatzki eingeladen.

Zur großen Freude von Astrid Walker und Ravendiran Sinnathurai, erster Vorsitzender und Namensgeber der Stiftung, war das urige Kellergewölbe trotz des sonnigen Wetters vor der Tür beinahe voll besetzt.

In ihren Texten setzt sich die Autorin mit den unterschiedlichsten Aspekten von Verantwortung auseinander: Verantwortung für sich selbst, Verantwortung für andere. Mal tiefschürfend und traurig stimmend, mal fröhlich und fast euphorisch.

Gründung, Aufbau und Betrieb

Statt Eintritt baten die Veranstalter um eine Spende zugunsten ihrer Arbeit. Die Arbeit der SC Foundation beinhaltet im Wesentlichen Gründung, Aufbau und Betrieb einer Schule in Thamparai/Poonakari, einer Stadt im Norden Sri Lankas. Während des langjährigen Bürgerkriegs bis auf die Grundmauern zerstört, flohen fast alle Einwohner aus ihrer Heimat.

Auch Ravendiran Sunnathurai verließ die Stadt und kam als Kriegsflüchtling vor 30 Jahren nach Deutschland. Hier lernte er die Titzerin Astrid Walker, heute zweite Vorsitzende des Vereins, kennen. „Im Laufe der Jahre sind wir quasi eine Familie geworden“, erzählt Walker und erklärt so auch gleich, warum sie sich für die Menschen in der kriegszerstörten Heimat ihres Freundes Ravendiran einsetzt.

Mit den bisher gesammelten Spendengeldern hat die SC Foundation Ravendiran Sunnathurais zerstörtes Elternhaus in Thamparai wieder aufbauen und Klassenräume einrichten können. Knapp 70 Kinder erhalten dort in inzwischen Förderunterricht. Denn an staatlichen Schulen werden diese Kinder nicht angenommen, ihnen fehlt schlicht das nötige Grundwissen, um den „normalen“ Lernstoff verstehen zu können. Die meisten von ihnen haben vor dem Besuch der neuen Schule noch nie etwas lernen dürfen. Zu groß ist die Armut der Familie, einen Schulbesuch können sie sich nicht leisten, die Kinder arbeiten stattdessen auf dem Feld.

Diese Spirale aus Armut und Analphabetismus zu durchbrechen, ist das große Ziel der gemeinnützigen Stiftung, und dazu braucht es Geld. Geld, das mit Veranstaltungen wie der Lesung von Waltraud Biernatzki gesammelt werden soll. Um es mit einem Zitat der Autorin zu sagen: „Brüderlichkeit in die Tat umzusetzen, dem Mitmenschen zu helfen, seine Bürde zu tragen….“

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