Bemerkenswertes Kapitel der Militärgeschichte im Mittwochsclub

Letzte Aktualisierung:

Jülich. Im Rahmen des Mittwochsclubs von Jülicher Geschichtsverein 1923 und Museum Zitadelle Jülich findet in der Schlosskapelle der Zitadelle Jülich ein weiterer Vortrag statt.

Jürgen Weiner referiert am Mittwoch, 26. April, um 19.30 Uhr über das Thema „Flintsteinmanufakturen in Deutschland“. Bereits um 18 Uhr trifft sich der Jülicher Geschichtsverein 1923 in der Schlosskapelle zu seiner diesjährigen Mitgliederversammlung.

Flintstein spielte eine herausgehobene Rolle als Zündmittel bei Feuerwaffen. Für die Zeit um 1800 wurde bisher angenommen, dass es in Deutschland keine entsprechende Produktion gab. Der Schwerpunkt des Vortrages liegt zum einen auf einer eventuellen Flintensteinmanufaktur auf der Insel Rügen, zum anderen auf der Darstellung der Produktion von Flintensteinen in Burglengenfeld/Bayern.

Bisher nahm man an, dass eine eigenständige Manufaktur für militärische bzw. zivile Flintensteine auf Rügen unter Nutzung der dortigen Feuersteinvorkommen nicht existierte. Andererseits sprechen aber eindeutige archivalische und sonstige schriftliche Hinweise für Versuche des preußischen Militärs, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Rügener Feuerstein zur Flintensteinherstellung zu verwenden. Diese wurden jedoch spätestens nach der militärischen Order zur Umrüstung des militärischen Bestandes an Vorderladern vom Batterieschloss auf das Perkussionsschloss im Jahr 1849 gestoppt.

Der zweite Teil des Vortrags beschäftigt sich mit der Geschichte der einzigen urkundlich belegten deutschen Flintensteinmanufaktur in Burglengenfeld in der Oberpfalz (Bayern). Dort wurden von 1794 bis 1808 militärische und zivile Flintensteine und Feuerschlagsteine produziert. Der Fachwelt waren Flintensteine aus dortiger Herstellung im Original bislang unbekannt. Tatsächlich konnten in jüngster Zeit diverse militärische und zivile Flintensteinmodelle aus Privatsammlungen zweifellos der Burglengenfelder Manufaktur zugewiesen und datiert werden.

Der Vortrag öffnet ein bemerkenswertes Kapitel der Militärgeschichte in Deutschland. Der Eintritt ist frei!

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert