Beim Weltgebetstag der Frauen stehen die Bahamas im Blickpunkt

Von: dmd
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Barbara Peiffer, Referentin der katholischen Kirche, und Mechthild Oblas, Organisatorin des WGT der evangelischen Kirchengemeinde Titz-Kirchherten, informierten über das Alltagsleben auf den Bahamas. Oblas zeigt hier eine Conch von den Bahamas, eine Muschel, die bis zu 30 Zentimeter groß werden kann. Peiffer präsentiert das offizielle Plakat zum Weltgebetstag. Foto: Mengel-Driefert

Titz. „Bahamas – begreift ihr meine Liebe“, lautet das aktuelle Motto des Weltgebetstages (WGT) der Frauen. Die Liturgie wird jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land erarbeitet. In diesem Jahr stammt die Gottesdienstordnung von den Bahamas.

Damit rückt die karibische Inselgruppe mit besonderen Augenmerk auf die Situation der Frauen und Mädchen in das Zentrum der Feierlichkeiten. Zur Vorbereitung des WGT Gottesdienstes trafen sich unlängst Frauen – auch einzelne Männer waren mit dabei – im evangelischen Gemeindezentrum in Titz zum Weltgebetstag im Dorf mit Vorträgen zu Land und Leuten, Bildern, Liedern wie kulinarischen Kostproben.

Barbara Peiffer, Referentin der katholischen Kirche und Mechthild Oblas, Organisatorin des WGT der evangelischen Kirchengemeinde Titz-Kirchherten informierten über das Alltagsleben.

Bahamas, als Perle der Karibik und paradiesisches Touristenziel gepriesen, zeigt bei näherer Betrachtung Schattenseiten, wie andere Länder auch. In Form von Rollenspielen und gespielten Gesprächen mit einer Frauenrechtlerin, einer Miss Bahamas, Richterin und Gouverneurin wurden alltägliche Lebenssituationen der Frauen dargestellt und die Frage gestellt: „Gibt es Tabus bei Euch?“ In der Antwort erfuhren die WGT-Teilnehmer, dass Gewalt an Frauen, Teenagerschwangerschaften, die Immigrationspoltik und eine erhöhte Zahl von Brustkrebserkrankungen dazu gehören.

Christliche Laienbewegung

Der Weltgebetstag ist die größte christliche Laienbewegung weltweit, sagt Mechthild Oblas und drückt ihre Faszination darüber aus, dass auf der ganzen Welt, die gleiche Liturgie gefeiert wird. „Wenn ich morgens aufstehe, sind die Frauen in Indonesien schon dabei“, sagt sie lachend.

Zudem findet Oblas es spannend, unendlich viel über Ethnien und Kulturen kennenzulernen, den Blick über den Tellerrand zu wagen und zu erkennen, dass es noch etwas anderes als unsere heile Welt gebe. Der Weltgebetstagsgottesdienst findet am Freitag, den 6. März statt und ist eine ökumenische Veranstaltung. Die Gottesdienstfeiern sind untrennbar mit dem Einsatz für Gerechtigkeit, Solidarität und der Unterstützung von Frauen weltweit verbunden.

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