Beim Kulturrucksack NRW beweisen Jülicher Schüler viel Kreativität

Von: dmd
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Teilnehmer des Landesförderprogramm „Kulturrucksack“ NRW in Jülich: Schüler der Schirmerschule, des Gymnasiums Zitadelle und der Gemeinschaftshauptschule Ruraue gestalteten 42 Türen für die Ausstellung „Doors wide open.“ Foto: Mengel-Driefert

Jülich. Kinder und Jugendliche an Kunst und Kultur heranzuführen, ist das Ziel des landesweiten Förderprogramms „Kulturrucksack NRW“. Die Stadt Jülich hat sich zum ersten Mal beteiligt, nun wurde im Schulzentrum ein Abschlussfest mit Eröffnung der Ausstellung „Doors wide open“ gefeiert.

Schüler der Schirmerschule, des Gymnasiums Zitadelle und der Gemeinschaftshauptschule Ruraue Jülich gestalteten unter Anleitung des Künstlers Dieter Laue 42 Türen. „Das sind 84 Quadratmeter die bemalt werden mussten“, erklärte Dezernentin Katarina Esser. Jede einzelne Tür hat eine Fläche von vier Quadratmetern. Das ist eine besondere Herausforderung, findet auch Laue: „Ein so großes Bildformat, hatten wir im Studium gar nicht.“

Doch nicht nur das Bildformat stach heraus. „Die Aufgabe lautete, Türen zu gestalten“, sagte Christoph Klemens, Kulturbüro der Stadt Jülich, zur Eröffnung. Türen sind ein Symbol für eine Grenze, geöffnete Türen laden ein hereinzutreten, geschlossene Türen stehen für Abgrenzung. Die Türen für die Kunst zu öffnen ist allen Beteiligten gelungen.

Die Schüler arbeiteten von Mai bis Oktober begeistert an ihren Werken, gestalteten die Türen thematisch mit Gegensatzpaaren, wie traurig-fröhlich, Sommer-Winter, Stadt-Land. Dazu wurden zunächst grobe Entwürfe gezeichnet, schließlich die Idee immer weiter verfeinert.

„Die Schüler haben sich mit den Themen ganz intensiv auseinandergesetzt“, sagt Lisa Wagner, Lehrerin an der Schirmerschule. Mit Feuereifer hätten sie gemeinsam an den Projekten gearbeitet. Ein tolles Erfolgserlebnis sei, etwas auszustellen, was andere sehen können.

In der Ausstellung werden die Türen nicht nach Schule sortiert ausgestellt, sondern gemischt. „Das ist Inklusion“, sagt die Schulleiterin der GHS Ruraue, Karin Stobbe und ergänzt, „es ist ein tatsächliches Gemeinschaftsprojekt dreier Schulen“.

Auch Dr. Edith Körver, Schulleiterin des Gymnasiums Zitadelle, stimmte dem zu: „Ich finde es sehr wichtig, dass man neben der kopflastigen Schule, was Kreatives macht und mit anderen Schulen kooperiert.“

Jugendliche eines zweiten Kulturrucksack-Projekts präsentierten auf dem Abschlussfest ebenfalls ihre Arbeiten. Das HipHop & Dance Projects erarbeitete in einem zweitägigen Workshop unter professioneller Anleitung Rapsongs zum Thema Freundschaft und Schule. In einer weiteren Gruppe ging es um HipHop-Moves, Basisschritte und erste Choreographien.

Die Ausstellung „Doors wide open“ soll anschließend in der Sparkasse Düren gezeigt werden und zu einem späteren Zeitpunkt im Brückenkopf-Park.

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