Jülich - Beim Comic-Workshop Monster aufs Papier gebracht

Beim Comic-Workshop Monster aufs Papier gebracht

Von: ptj
Letzte Aktualisierung:
14195440.jpg
„Monster zeichnen kann jeder“: Illustratorin Charlotte Hofmann gibt Anregungen dazu. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Monster zeichnen kann jeder, denn die Deformation ist Programm.“ Das sagte Illustratorin Charlotte Hofmann im Comicworkshop „Monster Mania“ im Rahmen der „Nacht der Bibliotheken“ in der Stadtbücherei.

Ihren Workshop mit 20 Kindern ab 8 Jahren begann sie mit niedlichen Monstern. Erste Pinselstriche ließen große Glubschaugen entstehen, runde ungefährlich Zähne, niedliche Öhrchen und eine heraushängende Zunge im offenen Mund. Vielleicht noch „kleine niedliche Hörner“? Die weitere Entwicklung des Monsters wurde mit den Kindern abgestimmt.

„Wer ist für Tentakel, wer für Beine?“ Wie heiß er? Vielleicht trifft er einen Kollegen? „Zeichnet mal Olaf, ich bin gespannt, wie er aussieht. Vielleicht wird er ein vierköpfiger schleimiger Tentakelmann oder ein riesengroßer warziger tausendbeiniger Typ“. So motivierte Hofmann die Kinder dazu, ihre Fantasie spielen zu lassen und ihre „eigenen Monster kennenzulernen. Vielleicht entstehen daraus Geschichten im Kopf, aber das muss nicht sein“, stellte die Illustratorin den individuellen Blick der Workshop-Teilnehmer unterschiedlicher Altersstufen heraus. Vielleicht können sie sogar voneinander lernen?

Individuelle Betreuung

Hofmann betreute die Kids ganz individuell und beantwortete ihre Fragen. Auf Wunsch gab sie auch gerne Anatomie-Tipps. Ferner lud sie zur Nutzung ihres ganz speziellen „Büffets“ ein, bestehend aus Zeichenblättern, heiß begehrten Pinselstiften, grauen „Copic“-Markern, Blei- und Buntstiften sowie Stabilos. Obwohl letztere „irgendwann verblassen“, mag die Karikaturistin den „Gruseleffekt im Material. Sie verschwinden im Nichts“, sagte Hofmann, die ihre Lieblingsmonsterbücher ebenfalls im Gepäck hatte. „Mit Buntstiften immer von Hell nach Dunkel, Schicht um Schicht aufeinander...“, riet sie. Die veranstaltende Stadtbücherei stiftete darüber hinaus Trinkpäckchen und Kekse. Päckchen, damit die gezeichneten Monster „nicht im Wasser aus umfallenden Gläsern ertrinken“.

„Monster sind cool. Das macht Spaß“, darüber waren sich die teilnehmenden Kids einig. Vielleicht entdecken sie über die Monster früher oder später auch ihre Freude am Zeichnen überhaupt.

Die Schirmherrschaft über die „Nacht der Bibliotheken“ im Geiste Europas mit ihrem Motto „The place to be“ haben in der aktuellen Auflage EU-Präsident Martin Schulz und das Europäische Parlament übernommen. Dadurch wird die Wertschätzung der Kultur- und Bildungseinrichtungen zum Ausdruck gebracht, was den „Verband der Bibliotheken des Landes NRW“ natürlich sehr freut. 200 öffentliche, kirchliche und wissenschaftliche Bibliotheken in NRW beteiligen sich an der Bibliothekennacht.

Das Motto betont einerseits die Einrichtung als gefragten Treffpunkt, einen Ort und Träumen und Lernen und transportiert andererseits eine klare Botschaft: „Bibliotheken stehen jedem offen, unabhängig von Einkommen, Bildung, Kultur, Herkunft oder Lebensform“, was Stadtbücherei-Leiterin Birgit Kaesberg noch einmal herausstellte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert