Beide Linnicher Grundschulen gehen zusammen

Von: ojo
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Seit 1976 unter einem Dach und doch getrennt: Nun wollen die Katholische Grundschule und die Gemeinschaftsgrundschule Linnich eine Verbundschule werden. Eine Fusion in der Zukunft ist nicht ausgeschlossen. Foto: Jonel

Linnich. Bewegung in die Linnicher Schullandschaft: Im Elementarbereich, in den den Grundschulen, bahnt sich eine Entwicklung an, die lange Zeit als undenkbar galt. Die Gemeinschaftsgrundschule (GGS) und die Katholische Grundschule (KGS) gehen zusammen.

Lehrkonferenzen und Schulpflegschaften haben sich für eine Verbundschule ausgesprochen. Das bedeutet nicht, dass die beiden Schulen sofort fusionieren. Allerdings wäre die Fusion nach Jahren der Angleichung gleichsam eine natürliche Folge.

„Beide Schulen bleiben bestehen, jeweils mit einem eigenen pädagogischen Konzept, wollen aber nach und nach zusammenwachsen“, erläutert Bürgermeister Wolfgang Witkopp. Dieser Gedanke war über Jahrzehnte aus den Köpfen verbannt. Dass man ihn jetzt nicht nur denken, sondern aussprechen und sogar umsetzen darf, habe sicherlich auch „mit einer günstigeren personellen Situation“ zu tun, wie Witkopp und die Schulrätin Annelene Lürken übereinstimmend feststellen.

Ein Aspekt personifiziert sozusagen dieses Zusammenwachsen: der Rektor, beziehungsweise die Rektorin. In der Verbundschule liegt die Leitung beider Schulen in den Händen einer Führungskraft. Ausgerechnet diesem delikaten und sensiblen Entscheidungsbereich spielt ein unerfreulicher, weil ungelöster Umstand in die Karte. Seit Monaten ist die Rektorenstelle der Gemeinschaftsgrundschule nur kommissarisch besetzt. In zwei Ausschreibungen hatte sich – auch zum Leidwesen von Schulrätin Lürken – niemand um die Leiterstelle beworben. Diana Prömpers, Konrektorin der GGS, übernahm die Leitungsposition aber nur auf Zeit. Sie hatte sich bereits um die Rektorenstelle an der Katholischen Grundschule Jülich beworben und wird in dieser Funktion zum neuen Schulhalbjahr bereits ihren Dienst antreten. Gänzlich verlassen wird sie ihre bisherige Wirkungsstätte freilich nicht.

Einen Teil ihrer Arbeitskraft und -zeit wird sie mit ausdrücklicher Billigung weiterhin der Gemeinschaftsgrundschule Linnich widmen, bis dort eine Leitungskraft bestimmt wird. Das wiederum ist nur eine Frage der Zeit, wie die Schulrätin verrät. Was sie schon um Umfeld der dritte Ausschreibung um den Jahreswechsel andeutete. hat sich zwischenzeitlich verfestigt: Es gibt eine Bewerberin um die Rektorenstelle – und sie kommt aus dem unmittelbaren schulischen Umfeld. Die neue Rektorin muss natürlich das offizielle Verfahren durchlaufen und würde dann zum neuen Schuljahr 2013/14 die Leitung übernehmen. „Sie wäre auch die Leiterin des Schulverbundes“, sagt Schulrätin Lürken. Möglicherweise zunächst in enger Kooperation mit Hartmut Stolz, dem Rektor der KGS, der zur Zeit dienstunfähig ist.

Lürken macht kein Hehl daraus, dass sie diese Entwicklung in Linnich mehr als begrüßt. Eine Entwicklung, bei der sie nicht nur eine rein beobachtende Position eingenommen hat. „Ich sehe darin eine saubere Perspektive.“, Über den Verbund hinaus wäre die letztendliche Fusion „eine sehr gute Sache“, urteilt sie und spricht einen Punkt an, den man in diesem Kontext eher nicht erwartet: Inklusion. Zielsetzung ist dabei, eine Schule für alle zu schaffen. „Da geht es eben nicht nur um die Einbindung von Behinderten“, betont die Schulrätin.

Kein Stellenabbau

Noch ist die Fusion Zukunftsmusik. Den Taktstock führt dabei der Schulträger, die Stadt Linnich also. Beschließt sie die Fusion, wird die Rektorenstelle erneut ausgeschrieben. Darauf müsste sich dann auch die wahrscheinliche Leiterin der Verbundschule noch einmal bewerben. Es wird keinen Stellenabbau geben. „Es zeichnet sich für Linnich ab, dass es keine Veränderung bei der Lehrerbesetzung geben wird“, schätzt Schulrätin Lürken die Lage ein. Der Bedarf an Lehrkräften wird bestimmt von der Zahl der zu beschulenden Kinder. Im Grundschulbereich sei in dieser Hinsicht in Linnich mittelfristig „nicht mit gravierenden Einschnitten“ zu rechnen.

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