Bei Tour de France zeigt Jülich seine französische Seite

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Zur Durchfahrt der Tour de France am 2. Juli schmückt sich das Jülicher Land heraus: Straßen, Häuser und Schaufenster Jülichs sollen am Tour-Tag „französisch“ oder zum Thema Radrennen dekoriert werden. Foto: dpa

Jülich. Ein ereignisreicher Tag rund um die Tour erwartet die Besucher der Stadt Jülich am 2. Juli. An diesem Tag ist die Herzogstadt Teil des weltgrößten Radsportereignisses. Von Titz aus führt der Streckenverlauf durch Mersch, dann auf die Landesstraße 241 über den Kreisverkehr in die Innenstadt. Entlang der Großen Rurstraße fährt der Tross weiter und passiert in Richtung Aachen auch Aldenhoven.

Nach insgesamt 206 Kilometern endet die Etappe im belgischen Lüttich. Die Stadtverwaltung Jülich kündigt an: „Nicht nur Radsport-Fans kommen auf ihre Kosten: Die Gäste erwartet ein buntes Ambiente, Live-Musik, Kulinarisches und eine Großbildleinwand, auf der die Tour live übertragen wird. Dazu gibt es das ,Stadtradeln‘ auf einer geführten Route mit dem Radsportclub.“ Die Verkehrswacht informiert über sicheres Fahrradfahren, auf dem Marktplatz gibt es einen Fahrradparcours für Kinder, und viele weitere Aktionen sind derzeit in Vorbereitung.

Um auf das große Radsportfest einzustimmen, ruft die Stadt Jülich zudem einen Dekorations-Wettbewerb aus und hofft auf originelle Beiträge. Ab Juni können dafür Schaufenster, Hausfassaden oder Fenster passend zur Tour geschmückt und verschönert werden. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Eingriffe in den Straßenverkehrsraum sind dabei allerdings untersagt. Wer in den Farben Frankreichs oder rund ums Thema Radfahren dekoriere, ziehe die Aufmerksamkeit aller auf sich, die am 2. Juli nach Jülich kommen.

Für die Dekorationen bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Immerhin gehörte Jülich von 1794 bis 1814 zum französischem Staatsgebiet im Département de la Roer. In der französischen Besatzungszeit bauten die Franzosen unter Napoleon die Festung Jülich weiter aus. An der Rur entstand mit einer Gesamtlänge von über 800 Metern der napoleonische Brückenkopf.

Das Kronwerk wurde mit zwei Bastionen ausgebaut. Die Südbastion wurde zuerst nach den Plänen der Franzosen ausgebaut. 1804 weilte Napoleon in Jülich und beaufsichtigte die Bauarbeiten. Hierbei befahl er, die Nordbastion aus Kostengründen nicht so weitläufig auszubauen. Die Spuren der Franzosen sind also in ganz Jülich nachzuvollziehen – und sollten sich an diesem Tag im Straßen-, Häuser- und Schaufensterschmuck wiederfinden.

Die Bürger und Besucher der Stadt stimmen am Tag der Tour ab, welche Dekoration ihnen am besten gefällt. Ende Juni werden in Jülich, Titz und Aldenhoven Abstimmcoupons veröffentlicht. Zu gewinnen seien attraktive Preise – sowohl für die Dekorateure als auch die Juroren.

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