Bei Sponsorenlauf werden am Ende zwei Euro pro Runde fällig

Von: Kr.
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Reges Treiben herrschte auf dem Linnicher Sportplatz, galt es doch möglichst viele Runden zu absolvieren, für die SIG in barer Münze zahlt. Mitgemacht hat auch Initiator Bruno Schmidt auf seinem Liegerad. Foto: Kròl

Linnich. „Da sieht man es doch. Man kann auch heute noch Menschen mobilisieren“, strahlte Bruno Schmidt aus Gereonsweiler. 2014 erhielt er die niederschmetternde Diagnose ALS (amyotrophe Lateralsklerose), eine unheilbare Krankheit.

Doch er gibt nicht auf, hat vielfältige Aktionen ins Leben gerufen, um Betroffenen zu helfen, gründete im vergangenen Jahr den Selbsthilfeverein „ALS – Alle lieben Schmidt“ und ist seither noch aktiver, um Gelder für den Verein zu sammeln. Betroffenen in finanzieller Notlage wird geholfen.

Mal werden Hilfsmittel finanziert, mal Therapien, die die Krankenkasse nicht übernimmt, mal braucht jemand einen Therapiehund, um neuen Lebensmut zu fassen. Zu den Aktivitäten, die Bruno Schmidt und seine Helfer anbieten, zählte auch der Sponsorenlauf in Linnich, der zum dritten Mal startete.

Die SIG sitzt dabei mit im Boot und zahlt für jede gelaufene Runde einen Euro. Schmidts ehemaliger Arbeitgeber legt noch etwas drauf: Sollten mehr als 10.000 Runden gelaufen werden, wollte das Unternehmen den Einsatz verdoppeln. Das spornte natürlich an.

Über 1000 Sportler machen mit

So herrschte auf dem Linnicher Sportplatz bereits kurz nach dem Start reges Treiben. Über 1000 Läufer, egal, ob groß ob klein, alt oder jung, auf zwei Beinen oder vier Pfoten, mit Rollstuhl, Rollator oder Rad, auf Krücken oder mit Walkingstöcken waren unterwegs. Angehörige, Freunde, Vereinsmitglieder und Bekannte, Kindergärten und Schulen, Sportvereine und Fußballmannschaften, viele waren unterwegs, um 10.000 Runden voll zu machen.

Nicht mal eine Stunde war nötig, und die ersten 2000 Runden waren gezählt. Am Ende des Tages waren über 15 200 Runden, die auf dem Zählgerät vermerkt waren und damit ein neuer Rekord aufgestellt. Geteilt wurde die stattliche Summe, die zur Hälfte an ALS ging und zur anderen Hälfte an Peter Borsdorffs Initiative „Running for Kids“.

„Hier geht es nicht um sportliche Leistung sondern um soziales Engagement“, sagte Initiator Bruno Schmidt, der per Liegerad seine Runden drehte. Doch neben dem Auftun von Spendengeldern diente diese Veranstaltung auch zur Kontaktpflege zum gegenseitigen Kennenlernen, zum Sensibilisieren für diese Krankheit und zum Netzwerke bilden.

So war sogar eine Patientin aus Rostock angereist und drehte im Rollstuhl mit ihrem Hund, den sie durch ALS bekommen hatte, ihre Runden. Natürlich war auch für die Verpflegung der Teilnehmer bestens gesorgt, die gerne nach ihren sportlichen Aktivitäten noch blieben.

Ein dickes Dankeschön galt am Ende allen, die den Sponsorenlauf tatkräftig unterstützten, ob am Getränkewagen, beim Auf- und Abbau, bei all den vielen Dingen, die es zu erledigen galt und natürlich all denen, die auf der Bahn ihre Runden gedreht hatten. Ein besonderer Dank galt den Kollegen der SIG, die Schmidt wieder tatkräftig unterstützt haben.

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