Bei Mersch entsteht Jülichs neue Rettungswache

Von: Antonius Wolters
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Mit vereinten Kräften: Landrat Spelthahn (4.v.l.), stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Gunia, (3.v.l.), MHD-Bezirksgeschäftsführer Wolfgang Heidinger und Architekt Mario Albrecht beim Spatenstich. Foto: Wolters

Jülicher Land. „Das Gebäude stellt eine Qualitätsverbesserung für die Bürger im nördlichen Kreisgebiet dar“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn am Freitag in Mersch, wo an der Alten Reichsstraße der erste Spatenstich den Baubeginn für eine neue Rettungswache markierte.

Mitte kommenden Jahres soll diese vom Malteser Hilfsdienst (MHD) bezogen werden. Im Gegenzug verlassen die MHD-Mitarbeiter ihre bisherige Wache „Am Mühlenteich“ in Jülich, die nach Worten von Diözesangeschäftsführer Wolfgang Heidiger im Eigentum des MHD ist und danach für soziale Dienste genutzt werden soll.

Die Notwendigkeit einer Standortverlagerung in Jülich hat sich im Zuge der Aufstellung des neuen Rettungsdienstbedarfsplanes 2014 ergeben. So muss in Ballungsräumen acht Minuten nach der Alarmierung ein Rettungsmittel vor Ort sein, im ländlichen Raum sind es vier Minuten mehr. Für diese Einsatzzeiten sei der bisherige Standort suboptimal gewesen, sagte Spelthahn, der davon ausgeht, dass durch den strategisch günstigeren Standort der zweiten Jülicher Rettungswache eine „signifikante Verbesserung“ erreicht wird. Der Einsatzbereich der neuen Rettungswache erstreckt sich von Jülich bis Titz und Linnich, ebenso auf der Autobahn über das Kreuz Jackerath hinaus.

„Manchmal zählt jede Sekunde, etwa bei Schlaganfällen oder Herzinfarkten. Wenn wir durch kürzere Wege auch nur ein Leben retten, hat sich die Investition schon gelohnt“, sagte der Landrat, der die Ausgaben einschließlich des Grundstückserwerbs mit rund 950.000 Euro bezifferte.

Als Bauherrin fungiert die Gesellschaft für Infrastrukturvermögen (GIS), die den Jülicher Architekten Mario Albrecht mit der Planung und Bauleitung betraut hat. Albrecht beschrieb die neue Rettungswache, die insgesamt gut 260 Quadratmeter groß ist, als dreigeteiltes Gebäude mit einem Kubus in der Mitte. Das Grundstück ist gut 1200 Quadratmeter groß. Landrat Spelthahn freute sich überdies, dass im Wesentlichen Firmen aus dem Kreis oder der Region mit den Bauarbeiten betraut worden sind.

Wolfgang Gunia, stellvertretender Bürgermeister, dankte für den Neubau der Rettungswache, um dessen Standort lange gerungen worden sei und der einen Gewinn für die Stadt darstelle. Nach all den Reden und dem Austeilen der Geräte blieb es beim symbolischen Stich, denn die Spaten ließen sich gar nicht in den knochentrockenen Boden treiben.

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