Bei der Ralshovener Oktav Blick auf die Schöpfung und ihren Schöpfer

Von: ptj
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Pfarrer Dieter Telorac zelebriert und predigt in der Abschlussmesse der Ralshovener Oktav. Foto: Jagodzinksa

Ralshoven. „Die eine Erde für alle Menschen“ war Thema der Ralshovener Marienoktav, eine geistliche Woche mit Morgenbetrachtungen, Pilgermessen, Spendung der Krankensalbung und Begegnungen mit „Leibstärkung“ in der Alten Schule.

Die Themen reichten von der Welt als Gottes Schöpfung und dem Menschen, der „nicht darin aufgeht, Staatsbürger zu sein“ bis hin zu den „Kindern Gottes“, zu denen ganz selbstverständlich auch „der Fremde“ gehört. Die Abschlussmesse unter dem Thema „Unser Vater im Himmel“ wurde als Vorabendmesse zu Pfingsten gefeiert, festlich begleitet vom Müntzer Kirchenchor und Messdienern aus Ralshoven und verschiedenen Pilgergemeinden.

In der Predigt stellte Pfarrer Dieter Telorac die „enge Verbindung“ her zwischen Schöpfung und Schöpfer: „Die Christen, die Juden und vermutlich auch die muslimischen Geschwister glauben an Gott, an Jahwe, an Allah, den Schöpfer des Himmels der Erde. Und wir an Jesus, sein Wort und den Atem seines Geistes (Heiliger Geist), der uns belebt, das Gute in uns zum Schwingen bringt“. Das könne aber nicht gelingen, „wenn Menschen einander hassen“, sondern nur, wenn sie „aufeinander hören, miteinander reden“, trotz aller Sprachverwirrungen.

Diese erinnerten ihn „fast spontan“ an den alttestamentlichen Turmbau zu Babel, als Gott die Sprachen der Menschen verwirrte, weil sie ihn in ihrer Überheblichkeit entthronen wollten. Bei der sogenannten „Flüchtlingskrise“ handele es sich mehr um eine Europakrise, verursacht durch weit auseinander driftende Weltanschauungen einzelner Staaten. Mit den Worten des Neuen Testamentes ermunterte der Pfarrer, „umzukehren, neue Wege zu gehen“.

Das gelte für Gläubige wie für alle „Menschen guten Willens“. Denn: „Selbst, wenn ich nicht glauben kann, ist mir die Freiheit des guten Willens ja nicht weggenommen“. Was zähle, sei, im Rahmen seiner Möglichkeiten, Leben, Heimat und ein Stück Auferstehung zu schenken“. Telorac erinnerte an die Vorläufigkeit der Schöpfung und schloss den Kreislauf seiner Gedanken mit der Pfingstsequenz „Ohne dein lebendig Weh‘n nichts im Menschen kann bestehen...“

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