Bei der Inklusion sind noch viele Schritte zu tun

Von: ptj
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Mit neuem Plakat und Flyern ausgestattet: Beatrix Lenzen (v.l.) vom Amt für Familie, Generationen und Integration, Dezernentin Katarina Esser und AKI-Sprecherin Beate Wirth-Weigelt. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Was sich schön und positiv entwickelt hat, ist ein großer Ansporn für uns, so weiterzumachen.“ Das sagte Beatrix Lenzen vom Amt für Familie, Generationen und Integration der Stadt Jülich. „So machen wir weiter auf dem Weg in ein echtes inklusives Jülich“, betonte Schirmerschulleiterin Beate Wirth-Weigelt und Sprecherin des Arbeitskreises „für ein inklusives Jülich“ (AKI).

„Uns ist es ein großes Anliegen, uns zu vernetzen“, ergänzte Dezernentin Katarina Esser. Anlass des Treffens im Neuen Rathaus war die Präsentation eines neuen Flyers und Plakats des Arbeitskreises. Beide zeigen Fotos aus Themenbereichen, für die sich der AKI engagiert: Frühförderung, Mobilität im Berufsleben wie im Straßenverkehr, Teilhabe von Menschen mit Handicap am Gemeinschaftsleben, Selbstbestimmung und Vernetzung.

Auf dem Plakat ist ferner das orange-blaue Signet „Menschen mit Handicap herzlich willkommen“ abgebildet. Als Ziele formuliert der Flyer die Integration von Menschen mit Behinderung in das Gemeinschaftsleben und die Darstellung ihrer Bedürfnisse und Belange in der Öffentlichkeit. Ferner zählen die Beeinflussung politischer Gremien und der Verwaltung im Sinne der Gleichstellung und Integration behinderter Menschen und die Förderung der Zusammenarbeit von Menschen mit besonderem Hilfebedarf und Behinderungen dazu.

Aufgeführt sind die insgesamt 25 Mitgliedsorganisationen, inklusive der Vertreter der städtischen Ratsfraktionen. Kontaktadressen sind das Amt für Familie, Generationen und Integration der Stadt Jülich sowie die Schirmerschule. Wer Informationen benötigt, Fragen hat, am Arbeitskreis teilnehmen möchte, selbst betroffen ist oder sich für die Belange von Menschen mit Behinderung engagieren will, ist herzlich eingeladen, die Kontakte zu nutzen.

Der Arbeitskreis wurde 1982 als so genannter Behindertenfachgesprächskreis gegründet, dessen ersten Aufgabe es war, die Stadt Jülich bei der Erstellung und Umsetzung des Behindertenplanes zu beraten. Auf dieser Grundlage wurden in den Folgejahren zahlreiche Verbesserungen für Menschen mit Behinderung in Jülich erreicht.

1997 erfolgte die Umbenennung in den „Arbeitskreis für Integration“, der seit diesem Zeitpunkt eine beratende Stimme in den Ausschüssen der Stadt Jülich hat. Vertreter der Ratsfraktionen nehmen an den AKI-Sitzungen teil. Im Oktober 2011 benannte sich der Arbeitskreis um in „Arbeitskreis für ein inklusives Jülich“ (AKI) und entwickelte den anfänglichen Fürsorgegedanken in eine Forderung nach Teilhabe der Menschen mit Handicap weiter.

„Immer war der AKI ein Zusammenschluss von Institutionen“, fasste Esser zusammen. Bei etlichen Informationsveranstaltungen mit liebevoll vorbereiteten Möglichkeiten des Austausches wurde regelmäßig auf die Belange und Bedürfnisse behinderter Menschen aufmerksam gemacht. Zahlreiche Verbesserungen sind umgesetzt, man denke etwa an die lange Wegführung in den Zitadellengraben oder den Stadtplan für Behinderte.

Dass in Jülich bereits eine „Willkommenskultur“ gelebt wird, an deren Selbstverständlichkeit sich andere Städte ein Beispiel nehmen können, darauf wies etwa eine Jülicher Neubürgerin hin. Dennoch „sind noch viele Schritte zu tun“, wie Wirth-Weigelt nicht unerwähnt lassen wollte. Handlungsbedarf besteht laut Esser bei der „Integration in den ersten Arbeitsmarkt“, der schulischen Inklusion, in der Mobilität und Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, vor allem in den Bereichen Hotellerie und Gastronomie und der inklusiven Vernetzung. Jülich will ein „Ort der Vielfalt, ein familien-, kinder- und behindertenfreundlicher Ort“ sein.

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