Bei der Borussia sind die Ansprüche gewachsen

Von: tm
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Das 2:2 empfindet Trainer Wilfried Hannes eher als Verlust von zwei Punkten denn als Gewinn eines Punktes. Foto: Kròl

Freialdenhoven. Am Ende wusste Borussen-Trainer Wilfried Hannes nicht so recht, ob er sich freuen oder ärgern sollte. Das 2:2 beim Bonner SC bedeutete Punkteteilung in einem Spitzenspiel.

„Wenn man 2:0 führt und sich den Spielverlauf anschaut, dann darf man unzufrieden sein“, verteidigte sich Hannes. Er deutete damit darauf hin, dass vor der Begegnung sein Tipp durchaus bescheidener ausgefallen war, angesichts der zu erwartenden Spielstärke der Hausherren. Der Bonner SC war und ist für Hannes weiterhin ein Top-Anwärter auf den Meistertitel.

Umso zufriedener konnte der Trainer zum Halbzeitpfiff mit seinen Akteuren sein. Immerhin hatte Toshinori Uefine die seinen nach knapp 20 Minuten in Führung gebracht. Und das mit einem Treffer, der in der Zusammenarbeit vieler Freialdenhovener zustande gekommen war. Da klappte zunächst die Abwehr gut, das Umschaltspiel funktionierte bestens, und mit kurzem Passspiel war es dann für den Schützen ein Leichtes, den Ball im Tor zu versenken. Fußball aus dem Lehrbuch.

Und diese Form behielt die Borussia bis zur Pause bei, hatte in Torhüter Sascha Rodemers den Rückhalt, der bereits nach zwei Minuten glänzend reagierte. Und auch zu Beginn der zweiten Halbzeit, als die Gangart beider Teams ein wenig rauer wurde, ließ sich Freialdenhoven nicht aus der Reserve locken, im Gegenteil. Mit dem 2:0 durch Jerome Muckel (60.) schien die Partie entschieden.

Ein wenig zu sicher

„Wir haben uns vielleicht ein klein wenig zu sicher gefühlt“, gestand der Torschütze, der sich über seinen Treffer sehr freute: „Ein tolles Gefühl.“ Sein Trainer sprach gar davon, dass die Bonner keine Chancen zu dieser Zeit hatten.

Die „Topleistung“ seiner Spieler hätte die Mannschaft selbst unnötig in Gefahr gebracht. Denn mit dem Foulspiel im Strafraum und dem anschließenden verwandelten Elfmeter durch Dominik Schröer (76.) geriet alles ins Wanken. Die Gastgeber erhöhten den bis dahin schon kräftigen Druck weiter und hatten in Martin Michel auch einen Keeper, der platzierte Schüsse von Pascal Schneider (76.) und Christian Kreutzer (79.) sicher parierte.

Als dann noch Markus Dominik Wipperfürth zum Ausgleich traf (82.), war den Zuschauern ein spannendes Finale garantiert. Und dabei hatte erneut Schneider drei Punkte auf dem Fuß.

„Die Reaktionen in der Mannschaft waren gemischt“, verriet Torschütze Muckel, der aber auch gestand: „Wir waren einfach nicht immer Herr auf dem Platz. Und das, obwohl wir wussten, dass Bonn kommen würde.“ Und als sein Trainer dann hinzufügte: „Unser Anspruch ist auch ein anderer geworden“, klangen durchaus ein wenig berechtigte Zufriedenheit und Stolz mit.

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