Körrenzig - Begeisterung in der Alten Kirche: Konzertpodium für Blockflöten

Begeisterung in der Alten Kirche: Konzertpodium für Blockflöten

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Mi Musik des 17. und 18. Jahrhunderts erfreute die Overbacher Camerata ihre Zuhörer in der Alten Kirche Körrenzig. Foto: Kròl

Körrenzig. Es war ein guter Gedanke des Vereins „Rettet die Alte Kirche Körrenzig“, sein Kulturprogramm auch auf Nachwuchskünstler auszuweiten.

Mehrmals lädt der Verein im Verlauf eines Sommers Kunst- und Musikfreunde zu unterschiedlichen Veranstaltungen in das alte Gotteshaus ein, und diese Konzerte, Lesungen und Vorträge erfreuen sich mittlerweile großer Beliebtheit.

Ein volles Haus konnte daher der erste Vorsitzende Manfred Vieten zu einem Konzert mit der Overbacher Camerata begrüßen. Er nutzte diese Gelegenheit, den Förderern und Sponsoren zu danken, die die kulturelle Initiative des Vereins aber auch sein Engagement um den Erhalt der Kirche unterstützen.

Wer in unserer Region den musikalischen Nachwuchs fördern möchte, kommt an der Overbacher Singschule nicht vorbei. Hier wird hervorragende Jugendarbeit betrieben. Eine dieser Initiativen ist die Camerata, die sich 2012 auf Anregung einiger Schüler und Schülerinnen unter der Regie von Kerry Jago gründete.

Sie hat sich der Instrumentalmusik des 17. und 18 Jahrhunderts verschrieben und pflegt diese Musik bereits auf einem beachtlich hohen Niveau. Seit 2012 ist das Ensemble in der Besetzung Philomena Pallaske, Charlotte Pape, Marion Esser (Blockflöte), Annette Grooß (Violine), Jochen Grooß (Violoncello) und Kerry Jago (Orgel) bereits zusammen und macht immer wieder bei seinen Auftritten von sich reden.

Auch in Körrenzig wurden sie ihrem Ruf, der ihnen vorausgeeilt war, wieder voll und ganz gerecht und begeisterten das Publikum mit ihrer musikalischen Darbietung, ihrem perfekten Zusammenspiel und der Umsetzung der Stücke. Auf eine musikalische Reise durch Europa nahmen sie die Zuhörer mit und hatten somit ein abwechslungsreiches Programm, das Sonaten und Tanzmusik im Wechsel bot, zusammengestellt.

Einen gelungenen Auftakt bot Johann Christian Schickhardts Sonate Concerto 4 Flauti, F Dur Allegro, Andante, Gigue und Presto. „The English Dancing Master“, ein Notenwerk mit Tanzmusik des englischen Komponisten John Playford (1623 -1767), war bereits zu seinen Lebzeiten ein Bestseller und in vielen Haushalten zu finden. Aus diesem Werk spielte das Ensemble gleich sechs Stücke.

„Jamaica“, „Maiden Lane“ und „Hydepark“ erklangen im ersten Teil des Konzertes und im zweiten „Hearts Ease“, „Jenny Pluck Pears“ und „Hole in the Wall“ im zweiten Teil. Die große Leichtigkeit dieser Komposition setzten die Jugendlichen hervorragend um und fuhr den Zuhörern auch in der heutigen Zeit noch in die Beine.

Mit Telemanns Sonata a3, d-Moll ging es weiter, Ballettmusik von Boismortier und Händels Triosonate für zwei Blockflöten und Basso Continuo F-Dur, bereicherten ebenfalls das Programm. Händels Sonate Nr. 6 für Blockflöte C-Dur und Bachs Brandenburgisches Konzert sowie Loeillets Sonate für Blockflöte fehlten ebenso wenig in dem ausgewogenen Programm wie Telemanns Sonate für Blockflöte f-Moll oder zum Abschluss Johann Hermann Scheins Suite Nr.4 d-Moll.

„Man muss schon etwas suchen. Die Literatur für diese Besetzung in dieser Epoche ist schon begrenzt“, erklärte Leiter Kerry Jago. Obschon vor allem die Sonaten hohe Anforderungen an die Nachwuchskünstler stellten, wurden sie ihrer Aufgabe voll und ganz gerecht. Für ihre Leistung wurden die jungen Instumentalisten vom Publikum mit reichlich Applaus belohnt. Kr.

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