Beeindruckende „Schätze“ im Ortsteil Barmen

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Barmen. Ziel einer Serie von Exkursionen des Bürgerbeirates Historische Festungsstadt Jülich ist es, möglichst vielen heimatgeschichtlich Interessierten zu zeigen, welche Schätze nicht nur in der Kernstadt zu finden sind, sondern auch in den Ortsteilen.

Als Leitfaden dient jeweils das Buch des Bürgerbeirates „Jülich unter Denkmalschutz“, in dem alle in Jülich und den Ortsteilen unter Denkmalschutz stehenden Bauten abgebildet und beschrieben werden. Dr. Michael Dahmen, Historiker und Barmener, übernahm Führung und Erläuterung ausgewählter Denkmäler und fand auch wegen seiner lebendigen und anschaulichen Vortragsweise aufmerksame Zuhörer.

Beginn war in der Barmener Kirche, in der der prächtige Antwerpener Schnitzaltar und der bekannte Apostelbalken besonders erklärt wurden. Manchem war neu, dass die Antwerpener Altäre Auftragsarbeiten waren, bei denen nach den Wünschen der Auftraggeber die Figuren und Figurengruppen jeweils neu zusammengestellt werden konnten, da sie einzeln und in größerer Stückzahl angefertigt wurden.

Funktion noch rätselhaft

Auch beim Apostelbalken, über dessen eigentliche Funktion noch gerätselt wird, erfuhren die überraschten Zuhörer, dass der Balken nicht aus einem Stück besteht, sondern die Apostelfiguren in vorhandene Fächer eingefügt sind. Da die historische Anordnung nicht gesichert ist, könnte man sie auch umsortieren.

Anerkennend bewunderten die Besucher beim anschließenden Rundgang über den alten Friedhof um die Kirche den gepflegten Zustand der Anlage, der einigen Teilnehmern besser erschien als bei manchem Jülicher Friedhof der Gegenwart. Dahmen erzählte zu ausgewählten eindrucksvollen Grabmälern verschiedener Barmener Familien die Hintergründe, auch zur Priestergrabanlage und zum kleinen Ehrenfriedhof für die Gefallenen der Kriege. Nach einem Abstecher zum Herrenhaus von Haus Overbach folgte ein Gang durch Barmen. Dabei wurde auch der geschichtlich interessante Eschenhof besucht, vorbei ging es an einer denkmalgeschützten eisernen Pumpe zum Schloss Kellenberg und zur historischen Kellenberger Mühle. Nach rund zweieinhalb Stunden endete die Exkursion, obwohl Barmen noch weitere Schätze bereit hält.

Vorsitzender Wolfgang Gunia dankte Dr. Dahmen für seinen Vortrag und das Informationsmaterial und übereichte ein kleines Geschenk. Zugleich kündigte er an, dass die Reihe „Denkmäler in unseren Ortschaften“ 2016 fortgesetzt wird und dass bereits konkrete Pläne dazu bestehen.

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