Barmen - „Bee-Bot“: Ein Mini-Roboter wird zum Hilfslehrer

„Bee-Bot“: Ein Mini-Roboter wird zum Hilfslehrer

Von: ptj
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Testen den Bee-Bot in Kleingruppen: Indener Grundschüler werden bei der Arbeit mit dem Bienen-Roboter von je einem Overbacher Sechsklässler betreut. Foto: Jagodzinska

Barmen. „Besuche die Zahlen, in denen die Ziffer 3 vorkommt. Halte an jeder Zahl an.“ So beginnt die Aktivitätsbeschreibung einer Rechenaufgabe aus dem „Bee-Bot“-Projekt, an dem Indener Grundschüler in Kleingruppen auf dem Fußboden des Science Colleges Overbach hochkonzentriert arbeiten. Jede Gruppe wird von einem Overbacher Sechsklässler betreut.

Der „Bee-Bot“ ist ein verhältnismäßig leicht programmierbarer Bodenroboter in Form einer süßen Biene, die Grundschulkinder in den Bereich der frühkindlichen MINT-Förderung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) lockt. Gleichzeitig ist das Roboter-Projekt im Rahmen einer Kooperation des Gymnasiums mit Grundschulen als Brückenprojekt angelegt.

„Welche Zahlen sind das? Zeichne Bee-Bots Weg in das Bild ein, gibt die Befehlsliste an. Lasse Bee-Bot den Weg zurücklegen“, heißt es in der Aktivitätsbeschreibung weiter. Die Aufgabe stammt aus dem Bereich „Zahlen“. Weitere Stationen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad sind: „Bee-Bot erkundet Overbach“, Formen und Farben, eine Schatzinsel, das Sonnensystem, die Übertragung einzelner Begriffe in englischer Schreibweise in Wortcluster, eine Weltkarte und einige I-Pads mit zwölf alternativen Stationen, die „noch ein bisschen schwieriger als in der Realität“ zu sein scheinen.

„Die Idee stammt von meinem Schulleiter (Thorsten Vogelsang), und er hat die notwendigen Materialien zur Verfügung gestellt“, gibt sich Projektleiterin Jennifer Staß bescheiden. Dabei hat die Junglehrerin, in ihrer ersten Festanstellung im zweiten Jahr in Overbach beschäftigt, das Pilotprojekt rund ein halbes Jahr lang ausgearbeitet. Viele Ideen stammen von ihr, sie hat alle Bodenkarten selbst gebastelt und rund 50 Aufgabenkarten erstellt und in achtfacher Ausfertigung ausgedruckt.

Die Aufgabenkarten in verschiedenen Schwierigkeitsstufen – schließlich sind Erst- bis Viertklässler die Zielgruppe – „dürfen variabel ausgetauscht werden“. Ferner ist eine Rückmeldung der beteiligten Kinder ausdrücklich erwünscht: „Kinder sollen ruhig sagen, wenn was nicht geklappt hat“, betont Staß. Nur so kann das flexible Projekt optimiert werden.

„Wir haben das schon mal mit großen Robotern gemacht“, erzählt Sechsklässlerin Jana Dühr, die mit Michèle Lindstrot den Einführungsvortrag gehalten hat: „Es macht Spaß, die Grundschüler zu betreuen.“ Grundschullehrerin Mareike Viehöver von der GGS Inden beobachtet ihre 22 Schützlinge, die schulstündlich an den Bodenkarten rotieren. „Knifflig ist die Richtungsübertragung auf den Bee-Bot“, meint sie. Projektleiterin Staß will das Projekt natürlich auch hausintern verwenden, ihre Arbeit wird sicher noch reichlich Früchte tragen.

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