Beachvolleyball: Endrunde um die westdeutsche Meisterschaft

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Vergangenes Jahr in Düren, diesmal in Jülich: Daniel Wernitz (l.) und Turnierleiter Bernd Werscheck (2.v.r.) beobachten des Geschehen. Foto: jan

Jülich. Daniel Wernitz (30, Dormagen) kennt die Vergangenheit des Beachvolleyball-Turniers um den DKB-Beach-Cup. Er hat zweimal zu den deutschen Elite-Spielern gehört, die eine Einladung des Kreises Düren erhalten hatten. Jetzt, bei seiner 17. Auflage, findet das Sandspektakel erstmals auf dem Jülicher Schlossplatz statt; nicht mehr als Einladungsturnier, sondern zum ersten Mal als Endrunde um die westdeutsche Meisterschaft.

„Den Titel will ich endlich mal gewinnen“, sagt Wernitz, einer der Favoriten beim DKB-Beach-Cup, im Gespräch mit Guido Jansen.

Bisher war die deutsche Elite auf Einladung beim DKB-Beach-Cup. Jetzt sind die besten Teams aus Westdeutschland am Start. Ändert sich damit das Niveau des Turniers?

Wernitz: Beim Einlandungsturnier hat immer der Spaß im Vordergrund gestanden. Das waren sehr stark besetzte Teilnehmerfelder und die Starter wollten auch alle gewinnen. Die Motivation für die Teams bei den westdeutschen Meisterschaften ist aber eine andere. Für viele ist das der Höhepunkt des Jahres. Außerdem ist das Preisgeld attraktiv.

Und für Sie?

Wernitz: Ich war noch nie westdeutscher Meister. Das nagt schon an mir, dass ich diesen Titel bisher nicht gewinnen konnte. Mein Mitspieler Benni Nibbrig hat vor zwei Jahren gewonnen. Da will ich am Wochenende nachziehen.

In der Setzliste für das Turnier stehen Sie im Mittelfeld, trotzdem zählen Sie zu den Favoriten. Wie ist das zu erklären?

Wernitz: Weil Benni und ich die Endrunde der deutschen Meisterschaft als Ziel haben und deswegen viele Turnier außerhalb von NRW spielen, bei denen es keine Punkte für die westdeutsche Liste gibt.

Wie ist das Niveau bei einer westdeutschen Meisterschaft zu bewerten?

Wernitz: Die Spieler sind in der Halle durch die Bank in höheren Ligen aktiv, meistens ab Oberliga aufwärts. Ich habe in Solingen 1. Liga gespielt und starte jetzt in Hürth in der 2. Liga. Es gibt noch ein paar andere Teams aus dem Westen, die es zur Finalrunde um die deutsche Meisterschaft schaffen können. Ich rechne mit einigen spannenden Duellen in Jülich.

Sonne, Meer, Strand – Beachvolleyball haftet immer noch das Image von Urlaub und Spaß an. Wie anstrengend ist der Sport?

Wernitz: Das geht schon los, wenn man als Hallenspieler zum ersten Mal wieder im Sand trainiert. Dann merkt man, dass es anstrengend ist, sich ökonomisch zu bewegen. Wenn man dann mehrere längere Ballwechsel hat, dann geht das schnell: zack, Laktateinschuss – und tschüss.

2012 haben die deutschen Männer olympisches Gold gewonnen. Im vergangenen Jahr war es das Frauenteam Ludwig/Walkenhorst, die am Wochenende auch bei der WM Gold gewonnen haben. Merken Sie einen Schub für Beachvolleyball?

Wernitz: Ich bin selbst Beachvolleyball-Trainer und merke, dass der Zulauf größer wird. Die Erfolge sorgen für mehr Aufmerksamkeit. Viele kennen jetzt zumindest die Namen von Laura Ludwig und Kira Walkenhorst. Und vielleicht erinnern sich in Jülich jetzt auch am Wochenende ein paar mehr Leute daran: Beachvolleyball – da war doch was.

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