Beachvolleyball-Elite begeistert im Brückenkopfpark

Von: Guido Jansen
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Verloren und trotzdem gelacht: Vize-Weltmeisterin Britta Büthe (links) und die deutsche Meisterin Kira Walkenhorst haben diesen Ball nicht mehr erreicht, aber dafür offenabr viel Spaß gehabt. Foto: Guido Jansen
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Tolle Premiere: Jonas Schröder ist mit seinen 22 Jahren der jüngste Gewinner in der Geschichte des DKB-Beach-Cups. Foto: Guido Jansen
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Laura Ludwig und Jonas Schröder sind Königin und König des Jülicher Sandes. Foto: Guido Jansen

Kreis Düren. Der Sport hat gestimmt, die Resonanz nicht so ganz. Bei der zwölften Auflage des Beachvolleyball-Spektakels DKB-Beach-Cup hat´s ordentlich geknallt. „Sportlich war das top“, sagte der sportliche Leiter Bernd Werscheck. Nach dem Traumstart im vergangenen Jahr – damals war der Wettbewerb erstmals von Düren in den Jülicher Brückenkopfpark umgezogen – war das Zuschauerinteresse diesmal deutlich geringer.

Das mag zum einen am Wetter gelegen haben. Am Morgen schüttete es. Das hat viele möglicherweise abgeschreckt. Ab zehn Uhr, als die Spiele im Sand begannen, blieb es jedoch für den Rest des Tages weitgehend trocken. Außerdem fehlte der olympische Knaller aus dem vergangenen Jahr. Damals haben die frisch gebackenen Olympiasieger Julius Brink und Jonas Reckermann nach ihrem Triumph von London erstmals wieder auf deutschen Boden gespielt und die Zuschauer angelockt. Diesmal bot das Teilnehmerfeld das Beste vom Besten aus der deutschen Frauenszene und die vermeintlich kommenden Stars der Männer. Und die gaben im Sand richtig Gas und hatten großen Spaß bei ihrem Treiben.

Die Zuschauer, die den Weg gemacht hatten, ebenfalls. Eine Zielgruppe hat jedoch weitgehend gefehlt und damit für viele unbesetzte Sitzplätze gesorgt: die Zuschauer aus dem Jülicher und Dürener Raum. Zülpich, Herzogenrath oder Düsseldorf – die Fans der Sportart auf Sand hatten eine gewisse Wegstrecke auf sich genommen, um dabei zu sein. „Toll, dass es ein so hochklassiges Turnier gibt. Und das fast noch vor der Haustüre“, sagten Alexandra und Dirk Menard aus Zülpich. „Schade nur, dass nicht so viele Zuschauer gekommen sind“, sprach Zuschauerin Gabi Hesse aus Herzogenrath das aus, was viele am Sonntag im Brückenkopfpark gedacht haben dürften.

Die Profis hat das wenig gestört. Sie feierten mit sich und den Zuschauern trotzdem ein Sport-Fest. „Ey, das war mein härtester Schlag“, raunte die spätere Siegerin Laura Ludwig in Richtung von Kira Walkenhorst. Genutzt hat ihr das in diesem Moment nicht viel. Walkenhorst wehrte den Ball an und langte direkt danach im Angriff noch einmal härter hin. Lauter Applaus war der Lohn. Erst recht, weil Ludwig und Walkenhorst normalerweise in Team sind und eine Woche vorher die deutsche Meisterschaft dominiert haben. Beim DKB-Beach-Cup ist das anders.

Die Mannschaftskonstellationen sind weg, jeder spielt mit jedem. Gewonnen hat, wer am meisten Spiele, Sätze und im Zweifelsball Punkte erzielt hat. Bei den Frauen wurde zum zweiten Mal Laura Ludwig (27) zur König des Jülicher Sandes gekrönt. Bei den Männer trug am Ende mit Jonas Schröder (22) eines der großen Talente im deutschen Beachvolleyball die Krone aus Pappe. Beide haben sich auch prompt selbst zum Cup im nächsten Jahr eingeladen. „Ich war schon mächtig stolz, dass ich diesmal dabei war. Hoffentlich bald wieder“, sagte Jülich-Debütant Schröder.

Zurück zum Spaß auf dem Feld. Der war immer wieder da, weil die Profis nicht mit der sonst üblichen Verbissenheit spielten. So hätte Kira Walkenhorst einen Lob über die ausgestreckten Arme von Laura Ludwig eigentlich ins Aus gesetzt, wenn sie beim Landen nicht das Linienband mit dem Fuß verschoben hätte. Ludwig protestierte, alle lachten, inklusive der Protestierenden.

Und alle Akteure haben angekündigt, zurückkehren zu wollen zum Turnier unter der Schirmherrschaft von Landrat Wolfgang Spelthahn. Auflage Nummer 13 ist sehr wahrscheinlich. Und die Sanierung des Dürener Rathauses andauert, dürfte das Turnier wieder in Jülich stattfinden. Trotz der mageren Zuschauerresonanz in diesem Jahr.

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