Siersdorf - Baustraße zur Ruine ausgepflockt

Baustraße zur Ruine ausgepflockt

Von: zts
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Angetreten zum Ausbau einer Zufahrtsstraße zur Siersdorfer Kommende: der Kölner Dipl.-Ingenieur Ekkehard Kandler (2. v. r.), Vermessungstechniker Bernd Sentis (Mitte) sowie die Vorstandsmitglieder des Fördervereins Kommende (v .r.) Karl Zillessen, Ulrich Geilenkirchen und Franz-Horst Besse. Foto: Zantis

Siersdorf. Schon die Übereignung des Herrenhauses der Siersdorfer Kommende an den Förderverein war nach Einschätzung des Vorsitzenden Guido von Büren „eine frohe Botschaft“ und ein „Meilenstein“ auf dem Weg zum Erhalt der kriegszerstörten Renaissance-Ruine, die seit Jahrzehnten verfällt. Nach Zusage der ersten Fördermittel für das „national wertvolle Kulturdenkmal“ sind damit auch die Voraussetzungen für weitere Gelder der öffentlichen Hand gegeben.

Was im Juni des vergangenen Jahres als „vorsichtige Einschätzung“ für den Beginn der Maßnahme zur Bestandssicherung des Herrenhauses des Deutschordens prognostiziert wurde, ist nun mit einem ersten Schritt in die Tat umgesetzt worden.

Nach Abschluss der Vermessungsarbeiten konnte jetzt auf dem Wiesengelände an der Westseite der Kommende mit Markierungen einer Baustraße für eine direkte Zufahrt zum Hauptgebäude sozusagen eine erste Stufe der umfangreichen Sanierungsarbeiten durchgeführt werden.

Unter Anleitung von Dipl.-Ingenieur Ekkehard Kandler hatten sich Vorstandsmitglieder des Fördervereins sowie Mitarbeiter der mit dem Ausbau beauftragten Bauunternehmung Schlun zum Abstecken der Trasse mit den notwendigen Gerätschaften an der Kreuzung K 12/L 50 eingefunden. Auch für die beteiligten Bundes- und Landespolitiker sowie die zuständige Gemeinde Aldenhoven ist dieser „Start der Denkmalsicherung“ bedeutsam.

Sozusagen in einem parteiübergreifenden Einsatz hatte man sich für ein Programm als „National wertvolle Kulturdenkmäler“ auch für die Siersdorfer Kommende besonders engagiert. Allen voran war es der Dürener Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel (CDU), der sich mit den Bundestagskollegen Dietmar Nietan (SPD) und Oliver Kriescher (Grüne) sowie dem Landtagsabgeordneten Josef Wirtz (CDU) für den Erhalt stark gemacht hatte.

Seit 2008 waren auf der Grundlage eines Gutachtens durch das Kölner Architekturbüro Kandler-Kirch erste konkrete Schritte für die Bestandssicherung und einen spätere Restaurierung der Kommende als geschlossenes Gebäude-Ensemble eingeleitet worden.

Konkretes Ziel ist es zunächst, mit den Fördermitteln und einer Eigenleistung den ruinösen Zustand des Komplexes von 1578 so zu ertüchtigen, dass es zu keinem weiteren Substanzverlust kommt. Selbstverständlich hofft der Förderverein dabei auch auf einen regen Zuspruch aus der Bevölkerung und einen verstärkten Mitgliederzuwachs.

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