Aldenhoven - Bauland: Aldenhovener Römerpark bleibt nicht mehr unangetastet

Bauland: Aldenhovener Römerpark bleibt nicht mehr unangetastet

Von: ahw
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Aldenhoven. Als der Bauverwaltungsausschuss auf seiner jüngsten Sitzung die Änderung des Bebauungsplanes 8A „Auf der Komm“ diskutierte, rührte er an einem Grundproblem, das die Gemeinde schon viele Jahre bewegt.

Dürfen Teile des Römerparks „abgeknappst“ und als Bauland ausgewiesen werden? Die Entscheidung des Ausschusses war mit 12:9-Stimmen ebenso knapp wie eindeutig, die Planänderung wurde vom Fachgremium abgelehnt.

Die Vermarktung von Teilen des Parks hatte, wie zu hören war, zuletzt bei den Haushaltsberatungen eine Rolle gespielt und war dort als Möglichkeit gesehen worden, Einnahmen für die klamme Gemeindekasse zu erzielen.

Allerdings ist die Herrichtung des Römerparks in seiner jetzigen Form im Rahmen der Euregionalen gefördert worden, so dass bestimmte Bereiche gar nicht angepackt werden dürfen, um nicht Gefahr zu laufen, damals erhaltene Fördergelder wieder zurückzahlen zu müssen. Außerdem erinnerte Ausschussvorsitzender Willi Dickmeis (SPD) an eine breit angelegte Bürgerinitiative, die rund 2500 Unterschriften sammelte, als 2008 schon einmal versucht worden war, den Römerpark in Bauland zu verwandeln. Auch durch die Bebauungsplanänderung werde der Römerpark „komplett zugebaut“.

Während Hans-Walter Müskes als Sprecher der CDU die Grundlage für spätere Verkäufe betonte – „Wir brauchen das Geld, sonst müssen wir die Grundsteuer noch weiter erhöhen“ –, wiederholte Kajetan Raab (SPD) eine alte Forderung seiner Fraktion: „Wir möchten vom Römerpark nichts abzwacken.“ Außerdem müsste die Gemeinde viel Geld in die Hand nehmen, um Grundstücke baureif zu machen – „das bringt uns nichts“. Zünglein an der Waage spielten letztlich die FWG-Vertreter, für die Kirsten Raab signalisierte, dass der Bebauungsplan unberührt bleiben solle.

Etwas anders sah das bei der Änderung des Bebauungsplanes 8A „Zehnthofstraße“ aus, der ebenfalls den Römerpark berührt, aber vor allem die Vorausssetzung für die Erweiterung der dortigen Kita schaffen soll. Hier sagte Kirsten Raab die Unterstützung der FWG „mit Bauchschmerzen“ zu.

Für ihren Fraktionskollegen Matthias Röder ist der Eingriff sogar unbedenklich, da der südliche Teil des Römerparks nicht genutzt werde. Neben der Erweiterungsfläche für die Kta entstehen durch die Planänderung nach Ausführungen von Bauamtsleiterin Anita Klotz drei Grundstücke, für die noch eine separate Kosten-Nutzen-Analyse erfolgen soll. Der Ausschuss beschloss mit 11:10-Stimmen die Planänderung.

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