Linnich - Baugrund ist stark gefragt: Freude bei SEG Linnich

Baugrund ist stark gefragt: Freude bei SEG Linnich

Von: Otto Jonel
Letzte Aktualisierung:
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Ein weites Feld Stadtentwicklung liegt vor SEG-Geschäftsführerin Marion Schunck-Zenker (r.), ihrer Mitarbeiterin Kerstin Schmalen und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Hartmut Mandelartz. Foto: Jonel

Linnich. Klappern gehört zum Handwerk eines jeden, der etwas anzubieten hat. Letzteres trifft unbedingt auf die Stadtentwicklungs- und Dienstleistungsgesellschaft (SEG) der Stadt Linnich zu. Ihre „Hauptware“ ist Baugrund, mit dem sie Interessenten bedient. Und das in jüngster Zeit offensichtlich sehr erfolgreich.

Ungeachtet dessen soll die Arbeit der SEG zusätzlichen Schub erhalten. „Wir wollen versuchen, sehr viel stärker öffentlichkeitswirksam zu werden“, gibt Marion Schunck-Zenker die Parole aus.

Die Bürgermeisterin ist – „gerade erst von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung bestätigt“, wie Aufsichtsratsvorsitzender Hartmut Mandelartz betont –, Geschäftsführerin der SEG. Das operative Geschäft wird hauptamtlich von Kerstin Schmalen betrieben. Nicht nur auf die Funktionen bezogen ist Mandelartz überaus zufrieden mit dieser Konstellation. „Die ersten Jahre der SEG verliefen schleichend bis schleppend. Das hat sich deutlich verbessert.“

Erfolg ist messbar. Positiv sei, dass die Grundstücke in Hottorf und Gevenich „stark nachgefragt sind“, wie Marion Schunck-Zenker betont. Gerade das Baugebiet Hottorf war auf dem besten Weg, sich das Ladenhüteretikett zu verdienen. Jetzt erreichen „täglich Nachfragen“ die SEG. Ein Grund sei sicherlich die Nähe zur Autobahn, folgert Geschäftsführerin Schunck-Zenker. Und dass Windkraftanlagen an der Ortsgrenze sich als Ausschlusskriterium erweisen würden, bewahrheite sich nicht.

Im Baugebiet Welz, dessen Vermarktung ebenfalls etwas schleppend verlief, sind zurzeit alle freien Grundstücke reserviert. Und in Gereonsweiler haben sich ebenfalls schon acht Interessenten eine Reservierung auf eines der 19 Grundstücke eintragen lassen. Solch eine Reservierung gilt sechs Wochen. Fällt innerhalb dieser Frist keine Kaufentscheidung, ist das Grundstück wieder frei.

Interesse von außerhalb

Ein Umstand ist auffällig: „Es sind überwiegend Auswärtige, die sich für Grundstücke interessieren“, sagt Kerstin Schmalen. Da spielen sicherlich die „attraktiven Grundstückspreise“ eine Rolle. Zwischen 110 und 195 Euro bewegt sich der Quadratmeterpreis. Zudem treffen Grundstücksgrößen von 400 bis 500 Quadratmetern den Bauherrengeschmack, wobei der Zuschnitt von der Stadt flexibel gehandhabt werden kann.

Alles, was man übers Bauen in Linnich wissen muss, findet sich auf einer neukonzipierten Internetseite der SEG. Dort wird umfassend „geklappert“ – mit harten Fakten ebenso wie mit weichen Standortfaktoren. Die Ansichten der Baugebiete werden gleich mitgeliefert.

Wer sich etwas genauer die Ziele der SEG anschaut, entdeckt ein Aufgabenfeld, das über den Grundstücksverkauf weit hinausreicht. Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung gehören ebenso dazu. Die „Unterstützung der Stadt Linnich in Angelegenheiten der Bauleitplanung und Projektsteuerung“ findet sich sozusagen plakativ in Kerstin Schmalens Büro umgesetzt.

Dort nimmt die Planskizze des Integrierten Handlungskonzepts einen Teil der Wand ein. Wäre ja auch seltsam, wenn Linnichs Stadtentwicklungsgesellschaft nicht am größten Projekt der Stadtentwicklung in dem Städtchen an der Rur beteiligt wäre.

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