Jackerath - Bauern- und Wasserspiele: Eine goldene Mistgabel als Trophäe

Bauern- und Wasserspiele: Eine goldene Mistgabel als Trophäe

Von: ptj
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„Es ist nicht so, wie es aussieht.“: Beim „Wassertransport mit Gummistiefeln“ halfen zwei Spieler dem Läufer bei der Entleerung des Gummistiefels. Foto: Jagodzinska

Jackerath. Eine Menge Spaß für Jung und Alt brachten die ersten „Bauern- und Wasserspiele“ in Jackerath. Ideengeber war Lutz Solbach aus dem Breitensport. Die eigenständige Abteilung der Spielvereinigung Jackerath/Opherten ist im nordöstlichsten Dorf des Kreises für die Organisation von Festen zuständig.

Solbachs Anregung, im Übrigen inspiriert von einer „Bauernolympiade“ als Geschenk zu einem Junggesellenabschied, stieß auf Begeisterung im Breitensport und bei der Feuerwehr.

Acht Gruppen aus jeweils sechs Spielern maßen sich in insgesamt neun Disziplinen, aufgeteilt in drei Spielrunden. „Hier sind Geschicklichkeit und Grips gefragt, im Vordergrund stehen aber Spaß und Spiel“, betonte Solbach. So durfte sich am Ende jede Gruppe über einen Gewinn freuen. Die siegende „Bolzplatzgang“ wurde mit der „goldenen Mistgabel“ ausgezeichnet. Als Schlusslicht gewannen die „Wilden Sechziger“ einen Feuerwehrhelm mit Kerze als entsprechendem Symbol. Ein sogenannter „Maikäferflugbenizin“-Schnaps tröstete die Verlierer.

Beim „Wassertransport mit Gummistiefeln“ wetteiferten zwei Läufer pro Gruppe in einer 15 Meter langen Laufstrecke in einem hohen Gummistiefel voller Wasser. Am Ziel halfen zwei Spieler beim Ausschütten des Wassers in einen bereit gestellten Eimer. Da der Stiefel nicht ausgezogen werden durfte, erinnerte die spaßige Aktion an das „Abhalten“ eines Kleinkindes. Nach Abpfiff wurde die eingebrachte Wassermenge gemessen.

Beim „Bauerncrocket“ galt es, einen Fußball mit einem Baumstamm durch einen 30 Meter langen Parcours mit vier Hindernissen und Endholz zu stoßen. Beim „Teebeutelweitwurf“ wurde das Papierschild des drei Mal zu werfenden Teebeutels zuvor mit den Zähnen erfasst und in ein Wassergefäß getunkt. Bis zum platzierten „Bauernmemory“ musste ein zehn Meter langer Laufweg zurückgelegt werden – während der Läufer einen Federball mit dem Schläger bewegte.

Bei der „Nadel im Heuhaufen“ war sogar „Chaos erwünscht“. Der Heuhaufen barg 18 farblich verschiedene Strohhalme, also sechs für jede Gruppe. Die Gruppenfarbe wurde zuvor ausgewählt, ein kurz gezeigter Plan diente zur Orientierung. Wurden nach höchstens zweiminütiger Suche inmitten des Haufens die richtigen Objekte beim Helfer abgeliefert, gab es einen Punkt. Ein entsprechender Punkteabzug drohte bei der falschen Farbe.

Taktik war bei den Weitwurfwettbewerben mit je drei Gruppen gleichzeitig gefragt. Als Wurfobjekte dienten Gummistiefel und Eier. Beim Eierweitwurf punkteten natürlich ganz gebliebene Exemplare. Beim „Schubkarrenparcours“ schoben zwei Spieler die Schubkarre, während einer mit verbundenen Augen in der Karre ein Tablett mit zehn gefüllten Wasserbechern hielt.

Vierkantbalken, Pylonenslalom, je eine Wippe und ein Fußballtor mussten zudem als Hindernisse in maximal fünf Minuten überwunden werden. Für viele Teilnehmer und Zuschauer galt die „Wasserbrücke“ als Highlight. Hierbei saßen die Spieler einer Gruppe hintereinander im Reitersitz auf einer Bierbank. Der erste füllte einen Helm mit Wasser und reichte diesen über den Kopf nach hinten durch, der letzte schüttete den Inhalt des Helmes in einen Eimer. Wasser strömte an diesem Tag auch ergiebig vom Himmel. Dennoch stieß die Premiere auf entsprechende Resonanz und sorgte für gute Laune.

Hier die Platzierung: Sieger der „Bauern- und Wasserspiele“ wurde die Jackerather „Bolzplatzgang“, gefolgt von „De Müssen“ auf dem zweiten Platz. Die „Thekenstürmer“ erstürmten die Plätze drei und vier. „Von allem Jet“ erreichten den fünften, „Schöwies“ den sechsten Platz. „Die Lümmelchen“ landeten auf dem siebten Platz, die „wilden Sechziger“ bildeten das Schlusslicht.

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