Jülich - Bauboom in Jülich: 544 neue Wohnungen geplant

Bauboom in Jülich: 544 neue Wohnungen geplant

Von: red
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Die geplanten Wohneinheiten in Jülich im Überblick.

Jülich. Der Wohnungsbau in Jülich hat zwei grundverschiedene Seiten. Da sind zum einen die staatlich geförderten Projekte mit einer Mietobergrenze. Genau diese Vorhaben gibt es derzeit praktisch nicht mehr (wir berichteten). Zum anderen gibt es einen regelrechten Bauboom bei Wohnungen, die privat finanziert sind und deren Mieten „der Markt“ regelt.

Über beides ist zu reden: beim 13. Stadtgespräch am Dienstag, 12. Mai, ab 19.30 Uhr in der Schalterhalle der Sparkasse am Schwanenteich (Eintritt frei).

Bei der gemeinsamen Veranstaltung des Vereins Stadtmarketing Jülich und unserer Zeitung kommen viele Experten zu Wort, aber auch das Publikum erhält Gelegenheit, Fragen zu stellen. Das Thema Wohnen ist ebenso essenziell wie existenziell.

Zu den bekannten größeren Projekten, die auch der Öffentlichkeit vorgestellt worden sind, gehören 544 Wohneinheiten. Diese verdeutlichen, dass die Bauindustrie auf absehbare Zeit in der Herzogstadt ordentlich zu tun haben wird. Die Zahlen sind vorsichtige Schätzungen und wurden in Abstimmung mit der Stadtverwaltung Jülich zusammengetragen.

Das Beispiel Alte Schirmerschule nennt „30 evtl. 90“ Wohneinheiten. Zur Erklärung: Möglich sind bei maximaler Bebauung 90 Einheiten, wahrscheinlich können aber nur 30 realisiert werden.

Man kann insgesamt schon von einer „Jülicher Wohnungs-Schwemme“ sprechen und zugleich fragen, für welche Klientel diese Angebote geschaffen werden. Die privat finanzierten Wohnungen sollen allesamt nach neuestem Stand technisch effizient, barrierefrei und komfortabel ausgestattet sein. Das wird sich in den Mieten widerspiegeln, die nicht mit jedem Geldbeutel finanziert werden können.

Dieses Problem hatte im Kommunalwahlkampf 2014 der Seniorenbeirat Jülich aufgeworfen. Die SPD hat dem Thema in der Rats­politik Gewicht verliehen. Es gibt nun einen „Runden Tisch“, der schon einmal getagt hat. Hier soll erörtert werden, was getan werden kann, damit künftig wieder öffentlich geförderte Wohnungen gebaut werden, deren Mieten langfristig günstig bleiben.

Viele, die an diesem „Runden Tisch“ zusammensitzen, sind auch Gäste des Stadtgesprächs: Clemens Schüssler von der Rheinbau GmbH, einem der größten Wohnungsanbieter der Stadt. Oder Reinhard Steiner, Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft Jülich (früher: gem. Bauverein). Frank Drewes ist Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft Jülich, die den städtischen Wohnungsbesitz verwaltet und städtische Flächen vermarktet.

Uwe Willner, Vorstandschef der Sparkasse Düren, bringt den Blick der Finanzwirtschaft nahe, denn der Wohnungsboom ist auch eine Folge der anhaltend niedrigen Zinsen. Die beiden Jülicher Dezernenten Katarina Esser und Martin Schulz sind ebenso Interview-Gäste wie Vertreter des Kreises Düren (Amt für Wohnungswesen). Der Wirtschaftsgeograf Professor Michael Gramm ist bei diesem Stadtgespräch der Experte für sinnvolle Planungsansätze, so sie denn möglich sind.

In verschiedenen Interview-Runden soll das 13. Stadtgespräch die Themen beleuchten. Dabei geht es zentral darum, was getan werden kann, damit möglichst alle Bürger(-innen) den Wohnraum finden, der zu ihnen passt und den sie sich leisten können.

Moderatoren am Dienstag, 12. Mai, im Schalterraum der Sparkasse (Beginn 19.30 Uhr) sind Wolfgang Hommel (Stadtmarketing Jülich) und Volker Uerlings .

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