Baseball: Ein Spiel der Nerven bis zum Schluss

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Voll getroffen. Kai Kaufmann während des Schlags. Die Doppel-Niederlage gegen die Alligators konnte auch er nicht verhindern. Foto: Dukes

Jülich. Wieder ein starker Gegner für die Jülich Dukes: Diesmal mussten die Baseballer bei den Solingen Alligators ran. Wieder eine Mannschaft mit Bundesligabeteiligung.

Und wöchentlich grüßt das Murmeltier. Das erste Spiel des Tages begann – und es schien eine Wiederholung der letzten Woche zu werden. Der Solinger Pitcher warf zwar stark. Die Jülicher brachten nach dem ersten Angriffsversuch aber wieder einen Punkt auf die Anzeigetafel. Genau diese Situation hatte den Jülichern den Sieg gegen die Kölner Cardinals vor einer Woche gesichert.

Coach Pascal Caspers ging in diesem Spiel defensiv aber einen neuen Weg. Er vertraute Pitcher Heiner Bongartz. Der machte auf dem Wurfhügel einen soliden Job. Aber gegen die gut platzierten Schläge der Solinger konnte er nichts ausrichten. Im ersten Inning kassierten die Jülich Dukes vier Punkte. Auch offensiv fanden die Dukes an diesem Sonntag nicht so recht ins Spiel: Es gab ein „Aus“ nach dem anderen. Somit blieb es bei einem Punkt für die Jülicher.

Im dritten Inning legten die Solingen Alligators nach – und es gab drei weitere Punkte. Die Bälle der Alligators flogen dabei weit über das innere Feld (Infield) hinaus. Dadurch leisteten vor allem Marcel Maus und Benedict Claßen im Outfield sehr viel.

Im vierten Inning wurde das Spiel zur Geduldsprobe. Die Jülicher waren wieder defensiv dran. Jülich konnte zwei Solinger Spieler schnell „Aus“ machen, schaffte aber nicht das dritte Aus. Solingen hatte in der Zwischenzeit alle Bases besetzt und wartete nur auf die Chance, den Vorsprung auszubauen. Kurzerhand wechselten der Jülicher Pitcher Bongartz mit dem Catcher Pascal Caspers. Caspers brauchte nur einen weiteren Pitch. Und hatte das nächste Aus erzielt.

Ab dem fünften Inning pitchte Torsten Bolz für die Jülich Dukes. Er hielt im gesamten Inning die Solinger gut in Schach.

Im sechsten Inning waren die Dukes dann voll auf Angriff programmiert. Die ersten zwei Punkte waren schnell nach Hause gebracht. Danach geriet der Angriffsmotor wieder ins Stocken. Bis zum Ende des siebten Innings erzielten die Dukes gerade einmal vier Punkte – und steckten die erste Niederlage der Saison ein.

Dann ging es in das zweite Spiel. Und das versprach einen Neuanfang: Die Solinger stellten einen anderen Pitcher auf. Und auch die Jülicher zogen mit Mika Kehls als Pitcher nach.

Jülich punktete. Aber nur einmal. Zu übermütig schlugen die Dukes auf die verhältnismäßig langsamen Bälle des sehr erfahrenen Solinger Pitchers. Und kassierten zu viele „Aus“ durch Bälle, die direkt aus der Luft gefangen wurden.

Solingen erkämpfte sich im zweiten und im vierten Inning jeweils drei Punkte und brachte die Dukes erneut in Rückstand. Die Jülicher kämpften. Ab dem fünften Inning wurde es noch einmal spannend. Die Jülicher Defensive war ab jetzt so dicht wie ein Gummistiefel. Kein einziger Solinger Spieler kam da noch durch.

Und die Dukes legten nach: Kai Kaufmann schlug Mika Kehls nach Hause. Zwei weitere Punkte im sechsten Inning ließen den Vorsprung der Solinger auf nur noch zwei Punkte schrumpfen.

Das siebte Inning war also entscheidend: Und Solingen reagierte sofort. Ein anderer Pitcher kam auf den Mound. Die Jülicher Antwort darauf: Ein sauberer Hit von Tommy Moll an allen Feldspielern vorbei. Stefan Rauschen legte nach. Und brachte sich und Moll weiter ins Spiel. Danach stand Benedict Claßen am Schlag. Er schaffte es, Moll nach Hause zu schlagen. Der neue Spielstand: 5:6.

Showdown

Es kam zum großen Showdown. Caspers trat an den Schlag. Er schlug den Ball in Richtung Centerfield. Währenddessen machte sich Rauschen auf den Weg. Er wollte den Ausgleich erzielen. Was jetzt passierte, kommentierte Rauschen nach dem Spiel mit: „Ich hätte nie gedacht, dass ich mal ein Spiel mit einem Slide an Home entscheide.“

Rauschen gab alles, was die Beine noch hergaben. Der Centerfielder warf den Ball in Richtung Home Plate. Doch es reichte nicht mehr. Die Alligators waren einen Sekundenbruchteil schneller und entschieden somit auch das zweite Spiel für sich.

Eine neue Chance steht für die Dukes bereits kommenden Samstag, 13. Mai, auf dem Spielplan. Die Greyhounds erwarten die Jülicher Herzöge in Aachen ab 13 Uhr auf ihrem Spielfeld.

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