Jülich - Barmener Baggersee dient dem DRK als Übungsobjekt

Barmener Baggersee dient dem DRK als Übungsobjekt

Von: ma.ho
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Im Rahmen eines speziellen Lehrganges erfuhren zahlreiche Auslandshelfer des Deutschen Roten Kreuzes Neues über Aufbau und Inbetriebnahme einer modernen Trinkwasseranlage. Foto: DRK

Jülich. Wasser ist lebensnotwendig, da ein Mensch in der Regel nicht lange - maximal zwei Tage – ohne Wasser überleben kann. Es sind überwiegend weltweite Naturkatastrophen, die eine normale Wasserversorgung zusammenbrechen lassen.

Aus den Medien kennt man die Berichte von verseuchten Krisengebieten oder von den unendlich vielen Auslandseinsätzen der Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die innerhalb von 48 Stunden mit der sogenannten Emergency Response Unit (Katastrophenhilfe-Einheit) in einem Einsatzgebiet sein können. Mit im Gepäck sind oftmals Trinkwasserstationen, die am Tag für 15.000 Menschen sauberes Wasser aufbereiten.

Anfang Oktober startete das DRK-Generalsekretariat Berlin einen Lehrgang, der 22 Rotkreuzhelfer aus ganz Deutschland, England und der Schweiz speziell für die Trinkwasseraufbereitung – sie ist Bestandteil der Auslandshilfe des DRK – fortbildete. Als Veranstaltungsort wählte man den Barmener Baggersee. Die Lehrgangsleitung übernahm die Jülicher Rotkreuzhelferin Sabine Günnel.

Über viele Jahre erwarb die 34-Jährige ihr Fachwissen zum Thema Trinkwasseraufbereitung. Heute bildet die erfahrene Auslandshelferin selbst Einsatzkräfte aus. Gerne gibt sie ihre Erfahrungen weiter, da es nicht nur im Ausland zur Katastrophe kommen kann, bei der die Wasserversorgung zusammenbricht. Gerade dann ist diese Ausbildung und Erfahrung auch für Inlandshelfer ganz wichtig.

Zum Lehrgang gehörte zusätzlich eine Einweisung auf eine neue Trinkwasseranlage. Es erfolgte die Entnahme des Oberflächenwassers aus dem Barmener Baggersees, das nach deutschen Trinkwasserstandards wieder aufbereitet wurde. Weiterhin standen unter anderem das Kennenlernen der neuen Anlage, chemische Vorbehandlung, Filtern und Chlordosierung, Photometrie, Mikrobiologie und Kolorimetrie auf dem reichhaltigen Programm.

Zum Lehrgangsende galt es noch, das genutzte Material zu reinigen und desinfizieren. Helfer des Jülicher Roten Kreuzes unterstützten diesen Lehrgang, indem sie für das leibliche Wohl der Teilnehmer sorgten. Das Technische Hilfswerk Jülich stellte hierfür seine neu errichtete THW-Küche und seine sanitären Anlagen in Koslar zur Verfügung. Der Dank des DRK für diese Unterstützung ging an die Kameradinnen und Kameraden des THW-Ortsvereins Jülich.

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