Aldenhoven - Banger Aldenhovener Blick aufs Haushaltsjahr 2017

Banger Aldenhovener Blick aufs Haushaltsjahr 2017

Von: ahw
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Aldenhoven. Da die Gemeinde Aldenhoven zu den Stärkungspakt-Kommunen zählt, gehört der Bericht der Kämmerei zur Ausführung des Haushalt im laufenden Jahr in den Gemeinderatssitzungen zu den wiederkehrenden Pflichtaufgaben.

Der Finanzbericht von Kämmerer Michael Ossenkopp besagte, dass sich das Jahresergebnis wohl um rund 60 000 von 87.000 auf 27.000 Euro vermindern wird.

Als Gründe nannte Ossenkopp die rückläufigen Erträge bei der Gewerbesteuer und höhere Personalkosten aufgrund von Neueinstellungen im Bereich Kinderbetreuung. Der Fehlbetrag bei der Flüchtlingsbetreuung ist zwar durch eine Nachzahlung in Höhe von 138.000 Euro gemäß Flüchtlings-Aufnahmegesetz (FlüAG) auf 362.000 Euro reduziert worden, doch auch dieser Betrag muss von der Gemeinde im Haushalt bis auf weiteres kompensiert werden, zumal bei den Erträgen gegenüber der Prognose noch gut 250.000 Euro aufzuholen sind. „Wir schaffen den Haushaltsausgleich nur durch den Hebesatz von 850 Punkten bei der Grundsteuer B“, merkte Bürgermeister Ralf Claßen an.

Verschuldung deutlich gesenkt

Gern hörten die Gemeindeverordneten dagegen, dass Aldenhoven seine jährlichen Zinsaufwendungen seit 2008 etwa halbiert hat. Das sei nicht allein dem nie-drigen Zinsniveau geschuldet, erläuterte der Kämmerer, sondern die Gemeinde habe auch in den vergangenen drei Jahren ihre Verschuldung um 4,2 Millionen Euro gesenkt. Damit werde gleichzeitig Vorsorge betrieben für die Zeit, „wenn die Zinsen irgendwann wieder steigen werden“.

„Die Zahlen sind mir egal. Wie ist die Planung für 2017, gibt es schon Indikatoren?“ richtete FWG-Fraktionsvorsitzender Dieter Froning dagegen sorgenvolle Blicke nach vorn, da die Entwicklung der Gewerbesteuer ihm ein ungutes Gefühl vermittelte.

Ossenkopp überbrachte hier Botschaften, die wenig Anlass zur Entspennung geben. So muss sich Aldenhoven wohl neben weiter sinkenden Gewerbesteuereinnahmen wegen seiner vermeintlich hohen Steuerkraft im Jahr 2017 auch noch auf sinkende Schlüsselzuweisungen des Landes sowie eine höhere Kreis- und Jugendamtsumlage einstellen.

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