Bald geht's über die Behelfsbrücke

Von: Jörg Abels
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Die Stahlkonstruktion wird bereits montiert. Bis Anfang März soll sie komplett sein und über die Bahngleise geschoben werden. Foto: Abels

Düren. Langsam wird ersichtlich, wie der Verkehr ab Ostern 2014 über die B56 fließen soll, wenn die Eisenbahnbrücke der Schoeller–straße abgerissen und bis Ende 2015 für rund zehn Millionen Euro neu gebaut wird. Und nun ist auch der weitere Zeitplan festgezurrt, wie Projektleiter Ernst Gombert vom Landesbetrieb Straßenbau NRW erklärte.

Ende Januar soll die Stahlkonstruktion, die auf der südlichen Seite montiert wird, in einem ersten Schritt über die S-Bahn-Gleise geschoben werden, Anfang März dann über die Hauptstrecke Köln-Aachen. Dass sich der Zeitplan – ursprünglich wollte der Landesbetrieb die Behelfsbrücke bis Mitte Dezember komplett installiert haben – verzögert hat, liegt nach Auskunft des Projektleiters vor allem an den aufwendigen Abstimmungen mit der Deutschen Bahn. Ziel ist es nun, die Pausen am 4. und 5. beziehungsweise 7. und 8. März zu nutzen. Dann muss der Bahnverkehr im Zuge der A4-Verlegung ohnehin bereits für eine Maßnahme bei Sindorf gesperrt werden.

Gombert ist zuversichtlich, dass die noch ausstehenden Arbeiten an der Behelfsbrücke in den verbleibenden zweieinhalb Monaten abgeschlossen werden können. Er weiß aber auch, dass eine längere Frostperiode den Stahlbau behindern könnte. Und auf der nördlichen Seite, zur Eisenbahnstraße hin, muss aus Stahl und Holz auch noch ein zweiter Verbaukasten errichtet werden, auf dem die Stahlbrücke einmal liegen wird.

Wenn das Wetter den Straßenbauern keinen Strich mehr durch die Rechnung macht und die Behelfsbrücke wie jetzt geplant Anfang März über die Gleise geschoben werden kann, muss die Ersatzkonstruktion nur noch an die bestehende Fahrbahn der B56 angebunden werden. „Ab April könnte dann der stadteinwärts fließende Verkehr über die Behelfsbrücke rollen“, kündigt Gombert an. Damit würde die bestehende Brücke bis zum Abriss Ostern 2014 entlastet. Auf ihr würde dann gut ein Jahr lang nur der Verkehr stadtauswärts fahren. „Aber auch das weitere Linksabbiegen in die Brückenstraße aus Richtung Autobahn wird erst einmal möglich bleiben“, kündigt Gombert nach Rücksprache an. Erst wenn die neue Stahlbogenbrücke installiert wird, ist dies nicht mehr möglich. Dann wird die Brückenstraße für die Montage benötigt.

Nachdem der Haushaltsausschuss des Bundestags in der vergangenen Woche die ersten vier Millionen Euro für den Bau der B56 n freigegeben hatte, intensiviert der Landesbetrieb Straßenbau jetzt auch die Planungen zum Bau der neuen B56-Eisenbahnbrücke, 400 Meter östlich der bestehenden. Auswirkungen auf die Dimensionierung des neuen Schoeller-straßen-Bauwerks hat die Entscheidung in Berlin nicht mehr, erklärte Gombert gegenüber unserer Zeitung.

Selbst wenn die aufschiebende Wirkung der noch anhängenden Klage gegen die Ostumgehung in Kürze fallen und damit einem Baubeginn nichts mehr im Wege stehen sollte, würde die B56n nicht mehr rechtzeitig fertig. Damit bleibt es beim vierspurigen Neubau an der Schoellerstraße. Denn vorübergehende Einschränkungen insbesondere für den Schwerlastverkehr seien an dieser zentralen Stelle des Dürener Verkehrs nicht denkbar.

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