Bald ein Golfplatz bei Linnich?

Von: hfs.
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Zwischen der Landstraße 226 und der Bahnlinie soll in Richtung der Rur ein Neun-Loch-Golfplatz gebaut werden. Eine Privatinitiative stellte nun entsprechende Pläne im Linnicher Rathaus vor. Foto: hfs.

Linnich. Was in Jülich nach jahrelangen Planungen, Verhandlungen und Überlegungen scheiterte, soll nun in Linnich realisiert werden.

Eine Neun-Loch-Golfanlage an der Landstraße 226 zwischen Kiffelberg und der Streckenführung der Dürener Kreisbahn. Entsprechende Planungen wurden nun von einer Privatinitiative im Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellt.

„Für die Stadt Linnich fallen keine Kosten an, anfallende Kosten werden privat getragen”, heißt es in einem Anschreiben an die Verwaltung. Erstellt vom Stadtmarketingverein „Wir in Linnich”, der denn auch durch den stellvertretenden Vorsitzenden Daniel Sauerzapf den Ausschuss-Mitgliedern das Konzept vorstellte. demnach soll auf einer Fläche zwischen der L 226 Kiffelberg und der Bahnlinie Jülich-Linnich eine Neun-Loch-Golfanalge angelegt werden.

Ausdrücklich wurde betont, dass es sich bei dem Träger des Projekts um eine von Einwohnern getragene Initiative, nicht um einen Investor handelt. Da sich im gesamten Nordkreis Düren keine Golfanlage befindet, sieht man große Chancen, diese Linnicher Anlage erfolgreich zu betrieben. Die soll in drei Bauabschnitten entstehen, mit einer Golfschule starten.

Denn dadurch, so heißt es, könnten Anfänger an den Sport herangeführt werden. Was die Fläche anbelangt, so ließ man dem Ausschuss wissen, seien bereits mit den Eigentümern erfolgreiche Gespräche geführt worden. Mit dem Konsens, das benötigte Gelände - es erstreckt sich in Richtung SIG Combibloc - an die künftigen Golfanlagenbetreiber zu verpachten.

Wie es heißt, hat auch schon ein ausführliches Gespräch mit Landrat Wolfgang Spelthahn stattgefunden. Danach, so lassen die Vorsitzenden des Stadtmarketingvereins Kurt Beaujean und Dieter Sauerzapf wissen, soll der Linnicher Golfplatz als Wirtschaftsförderungsmaßnahme eingestuft werden. Auch habe die „Indeland Entwicklungsgesellschaft” zugesagt, sich um Hilfe bei der Planung zu bemühen.

Der Ausschuss nahm die Ausführungen positiv zur Kenntnis, beauftragte die Verwaltung, die Voraussetzungen bezüglich der Durchführung eines Bauleitverfahrens zu schaffen. Der Innenstadtbereich um die abrissreife ehemalige Stadthalle und dem dahinter liegenden „Place de Lesquin” wird schon bald ein neues Gesicht haben. Denn der Stadtentwicklungsausschuss schlug nun vor, den entsprechenden Flächennutzungsplan zu ändern.

Auf Grundlage nicht zuletzt von Ergebnissen, die in einem Arbeitskreis geschaffen wurden. Ein Arbeitskreis, dem CDU-Fraktionsvorsitzender Heinz-Willi Dohmen „Geheimniskrämerei” vorwarf. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass bereits ein Planungsbüro tätig sei, entsprechende Pläne erarbeitet habe. „Ich Bedauere es sehr, dass hier kein städtebaulicher Wettbewerb initiiert wird. Denn schließlich dient die künftige Entwicklung doch dem Allgemeinwohl.”

Vorwürfe, die Ausschuss-Vorsitzender Hans-Friedrich Oetjen so nicht gelten ließ. Er nahm das Planungsbüro von der Heide aus Erkelenz in Schutz. Denn diese habe sozusagen auf Bitte des Arbeitskreises nur erste Überlegungen angestellt, um einen rechtskräftiger Bebauungsplan auf den Weg zu bringen. „Was einen späteren Wettbewerb nicht ausschließt.” Und was die Geheimniskrämerei anbelangt, da stellte Dr. Klaus Selters (FDP) klar, dass der Arbeitskreis aus dem Ausschuss für Stadtentwicklung heraus beauftragt wurde. „Und wenn die CDU kein Interesse an diesem Arbeitskreis hat, dann ist dies nicht Sache des Arbeitskreises.” Und für Kato Hilfert (Bündnis 90/Grüne) waren die Vorhaltungen der CDU „reines Querulantentum.”
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