Linnich - Bahnanschluss: Der Landrat macht Dampf

Bahnanschluss: Der Landrat macht Dampf

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Sie wollen den Prellbock abbauen und dem Lückenschluss die Trasse bereiten: (v.l.) Hans-Willi Dohmen, Martin Schulz, Wolfgang Witkopp, Lothar Tertel, Wolfgang Spelthahn, Joseph Krott und Karl Schavier. Foto: Jonel

Linnich. Der Schulterschluss im Bemühen um eine Fortführung der Bahnlinie von Linnich zur Hauptstrecke Aachen-Düsseldorf wird enger. Nicht nur die beiden unmittelbaren Anrainerkommunen der Rurtalbahn, Jülich und Linnich, unterstützen die Forderung zum Lückenschluss.

Aus Solidarität hat sich die Gemeinde Aldenhoven der Initiative angeschlossen, eine Neubewertung des Projektes durch den Nahverkehr Rheinland zu erwirken.

Treibende Kraft ist der Landrat des Kreises Düren. Er bezeichnete den Lückenschluss als lebenswichtig für den Kreis, „um das Verkehrsaufkommen der Region in Zukunft” bewältigen zu können. Der Landrat ist ebenso wie die Bürgermeister der Kommunen und die politischen Vertreter des Kreises Düren in den Gremien des NVR überzeugt, dass eine Aktualisierung der Rentabilitätsstudie zum Lückenschluss aus dem Jahr 2004 den Ausbau der Strecke in einem sehr viel günstigerem Licht erscheinen lasse.

So hätten zum Vergleich die Fahrgastzahlen der Rurtalbahn bei der Reaktivierung der Strecke Jülich-Linnich eine weit positivere Entwicklung genommen als ursprünglich vorausgesagt. Gar nicht berücksichtigt sei bisher der Gütertransport auf dem Schienenweg, der enorm zugenommen habe.

Die Befürworter des so genannten Ringschlusses streben eine umgehende Aktualisierung der Kostennutzenbewertung der gut sechs Kilometer langen Bahnstrecke und eine Machbarkeitsstudie an. Ziel ist die Aufnahme dieses Bahnprojekts in die Stufe 1 des Infrastrukturbedarfsplans des Landes. Derzeit ist es in Stufe 2 der Ausbauplanung nach 2015 als „weiterer Bedarf” eingestellt.
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