Bänke für Wanderer: Im Brennnesselmeer versunken

Von: jan
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Kaum zu erkennen: Die Parkbank ist in einem Meer aus Brennesseln verschwunden. Foto: Guido Jansen

Jülich. Wanderer, kommst du nach Stetternich, dann kannst du mancherorts lange suchen, bis du eine Bank findest, auf der du rasten kannst. Das liegt nicht daran, dass es keine Bänke gibt. Aber sie sind teilweise schwer zu finden, weil sie derart von Gras oder Brennnesseln überwuchert sind, dass sie einfach nicht zu sehen sind.

Beispielsweise am Wander- und Fahrradweg, der vom Buschacker entlang des Ellebachs führt. An grundsätzlich mangelnder Pflege liegt das Unsichtbarwerden der Bänke nicht. „Die Mitarbeiter des Bauhofs waren in diesem Jahr schon zwei Mal hier und haben den Weg freigeschnitten“, sagt Anwohner Hans Schmitz. „Allerdings haben sie die Bänke einfach vergessen.“ Die vom Buschacker aus gesehen erste Bank ist völlig verschwunden, eine ist trotz Wildwuchs noch benutzbar, eine zumindest teilweise.

„Wir fahren diese Wege mit einem Großflächenmäher ab“, sagt Wilfried Krieger vom Bauhof der Stadt Jülich. Immer dann, wenn das große Mähwerk nicht passe, werde von Hand nachgeschnitten. So sollte das Prozedere aussehen. Die Mitarbeiter der Stadt kümmern sich so um über 100 Kilometer Wegesrand, der kurzgehalten werden soll. Im Idealfall wird zwei Mal pro Jahr gemäht.

Angesichts der Tatsache, dass das Team derzeit nur noch aus drei und nicht aus vier Mitarbeitern besteht, wirbt Krieger für Verständnis. „Wir haben weniger Personal, die Arbeit wird aber nicht weniger, im Gegenteil.“ Vor allem im Moment nach dem Unwetter von Pfingstmontag. Die Aufräumarbeiten würden alle verfügbaren Mitarbeiter binden.

Die Stetternicher Parkbänke sind allerdings nicht erst seit Pfingstmontag im Dickicht verschwunden. „Es kann natürlich mal sein, dass etwas übersehen wird“, sagt Krieger. „In solchen Fällen bitten wir die Bevölkerung, uns darauf hinzuweisen. Dann kommen wir zurück und arbeiten das nach.“ Das soll auch wieder der Fall sein, wenn alle Unwetterfolgen beseitigt sind. Bis dahin bittet Krieger um Verständnis.

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