„Bad Sign“ feiert im Lynch‘s Pub eine stimmungsvolle Party

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Mit Klassikern aus Rock und Blues feierte „Bad Sign“ mit ihren Fans eine Siebziger Party in Lynch‘s Pub. Foto: Ariane Schenk

Jülich. Die Band „Bad Sign“ spielt laut eigener T-Shirt-Aufschrift „Blues und Artverwandtes“. Und das für mehrere Generationen –„für die Älteren vor und die Jüngeren nach ‘70“, wie Sänger Rolf Balgheim bei ihrem jüngsten Auftritt ausführt.

Eine ausgelassene Stimmung herrschte im gut besuchten Lynch‘s Irish Pub in der Jülicher Artilleriestraße. Nickte man teilweise auch nur im Takt mit dem Kopf oder klopfte den Beat mit dem Fuß, wirkte es doch im Blick auf die Anzahl der Menschen, die sich vor der improvisierten Bühne angesammelt hatten, mitreißend. Später am Abend wurde ebenso viel getanzt und gelacht wie einfach freudig zugehört.

Stücke wie „The Wind Cries Mary“ von Jimi Hendrix finden sich genauso in ihrem Repertoire wie „Come Together“ von den Beatles – „Das beschreibt den Zeitraum zwischendrin, wenn bei Raumschiff Enterprise die Türen auf und zu gehen.“ – und natürlich „Born Under A Bad Sign“ von Albert King.

Auch außerhalb der Stücke versteht die Band es, mit ihren Ansagen bei den Zuschauern Stimmung zu erzeugen. „Was einem so alles einfällt, was Schwachsinn ist“, kommentierte der Sänger seine Bemerkungen kurz, bevor er wieder zum eigentlichen Act kam: dem Musizieren.

„Onkel Ludwig“

Doch eine Band besteht ja nicht nur aus Gesang. „Den Bass spielt Oliver Oli Sorajic, an der Gitarre Guido Müller und am Schlagzeug Ingo Baron“, stellte Rolf Balgheim die Mitmusiker mehrfach vor, bis er bemerkte: „Ein Bandmitglied hab‘ ich noch nicht vorgestellt; Onkel Ludwig, der fast von Anfang an dabei ist.“ Schmunzelnd zeigte er auf das Schlagzeug der Marke Ludwig, das der Schlagzeuger an diesem Abend fest im Griff hatte, das Publikum forderte sogar ein Schlagzeugsolo. Dieses sowie ein Basssolo gab es im letzten Lied „Good Morning Little Schoolgirl“ zu hören. Das Publikum freute sich, klatschte und jubelte mit, als Ingo Baron minutenlang die Drums ertönen ließ.

Die Verbundenheit der Band zu ihren Fans war deutlich zu spüren. Besonders als „Albert“ von der Band begrüßt und für ihn, wie sie sagten, „Purple Haze“ gespielt wurde. „Wir haben noch nie Jimi Hendrix gespielt, wenn du da warst“, wurde festgestellt, während man gerade ein wenig herum alberte. Zum Ende des Abends ging dann besagter Albert mit einem kleinen Metalleimer durch den Pub, um Geld für die Band zu sammeln, „damit sie den Spritpreis erstattet bekommen“.

Geduldig blieben die Zuhörer bis zum Schluss, an dem sie eine Zugabe forderten, auch wenn Guido Müller kurz vor der Zugabe noch seiner Gitarre neue Saiten aufziehen wollte, es aufgrund des Zeitmangels jedoch nach wenigen Minuten aufgab. Statt der Saiten wechselte er kurzerhand das Instrument.

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